Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204269
Alphabetisches Verzeichniss. 
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Männern. Da sich daneben auch die Inschrift SIWIKVOOS KALOS Findet, so 
ist es Wahrscheinlich, dass aus der Werkstatt des Euthymides 4) auch eine 
vulcentische Hydria in München (N. 6) hervorgegangen ist: „Rechts sitzt auf 
einem Lehnsessel ein härtiger myrthenbekränzter Mann, den Oberleib nackt, 
unterwärts bekleidet, und spielt auf einer Schildkrötenleier; hinter ihm SMI- 
KVOOS. Vor ihm 'steht ein Ephebe mit Smilax bekränzt, ganz in einen 
weiten Mantel gehüllt; neben ihm TLEMFOLEJWOS. Hinter ihm sitzt eben- 68 
falls dem Manne zugekehrt ein mit Weinlaub bekränzter Jüngling, mit dem 
Mantel über der linken Schulter und um die Beine, auf einem Sessel ohne 
Lehne und spielt mit der Linken eine Schildkrötenleier, in der Rechten das 
Plektron; vor ihm ETIYOVJWIJES. Hinter ihm steht ein bärtiger, myrthen- 
bekränzter Mann im Mantel, die Rechte in die Seitegestemmt, mit der Linken 
einen Knotenstock aufstützend, und hört aufmerksam zu; vor ihm AEMETPIOS, 
hinter ihm SAIIOS.  Oben sind zwei Frauen mit nacktem Oberleibe, unter- 
wärts bekleidet, auf Kissen gelagert. Die Frau rechts hat die in einen Schopf 
hinten zusammengefassten Haare mit einer Binde umwunden und hält in der 
ausgestreckten Rechten eine Schale; hinter ihr EVGVJWIAEI, vor ihr AOS 
TENJE (öög rrjvös Eüävpiöst). Die andere Frau mit einer Haube sieht sich 
nach ihr um und erhebt den linken Arm, in der Rechten hält sie auch eine 
Schale; hinter ihr KALOSW Das Zusammentreffen der beiden Namen Euthy- 
mides und Smikythos, zu welchen noch der des Tlempolemos in der den Vasen 
seiner Fabrik eigenen Schreibung sich gesellt, geben der Beziehung auf den 
Vasenmaler wenigstens einige Wahrscheinlichkeit, während dieselbe auf einer 
andern Vase, auf der sich der Name des Euthymides allein Endet (de Witte 
Cat. etr. n. 71, Panofka a. a. O. 204-), wenn auch nicht unmöglich, so doch 
weit zweifelhafter ist.  Endlich hat O. Müller (de orig. pict. Vas. p. 18, n. 91) 
auf diesen Maler die Inschrift eines Vasenfragmentes aus Adria: EFPACDE- 
EVONßLTI.  [Lanzi Giornale dell' ital. lit. Padov. t. XX, p. 180 sqq.] bezogen, 
indem er EVOYßIIösg emendirte.  
Euxitheos. 
Sein Name allein findet sich auf einer vulcentischen Amphora mit rothen Fi- 
guren von noch etwas strengem Styl; früher bei Durand (n. 386), jetzt im bri- 
tischen Museum (n. 803): Achilles, AXILEVS, vollständig gerüstet dastehend. 
3 Briseis, BPISEIS, ebenfalls stehend mit einer Blume in der Hand. Auf 
dem Henkel EVXSIÜEOSEFOIESEN in schwarzen Buchstaben gemalt: Ger- 
hard Auserl. Vas. Ill, T. 187.  Mit einem andern Maler verbunden erscheint 
er auf einer vulcentischen Trinkschale mit rothen Figuren im berliner Museum 
(N. 1767): A. Auf dem Boden liegt todt und seiner Waffen bereits beraubt 
Patroklos, PATPOKLOS  über dem Leichnam bekämpfen sich Aeneas, 
AINEA (r) und Aias, AIAS, die sich vollständig gerüstet mit geschwungenem 
Speer einander gegenüberstehen. Eben so gerüstet und in ähnlicher Stellung 
stehen hinter ihnen Diomedes, AIOÄIEJES (r) und der Troer Hippasos, I-IIFA- 68 
SOS  B. Dem greisen mit einem Stab versehenen Nestor, NESTOP, reicht 
der vollständig gerüstete bärtige Achilles, AXIL. (r) seine Hand. Hinter 
Achilles folgt Iris, IPIS (r) mit dem Heroldstab, auf ihn blickend, aber mit 
der Linken eine Blume den auf dem Viergespann des Achilles stehenden Helden
        

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