Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204111
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Vasenmaler. 
Ausdrucke des Entsetzens von dieser Mordscene weg. Weiter folgt hier noch 
die Gruppe eines vollständig gerüsteten Griechen im Kampfe gegen einen schon 
gesunkenen Trojaner, der wie der erste nur mit der Ghlamys bekleidet ist, und 
mit dem Schwerte noch einen schwachen Widerstand zu leisten sucht. Innen: 
ein greiser König mit weissem Haar, in langem Gewande und mit dem Scepter, 
auf einem Stuhl sitzend, hält in der Rechten eine Schale, um sie aus der 
Oenochoe von einer vor ihm stehenden Jungfrau, BRISEEE, füllen zu lassen, 
Welche ihre Linke wie nachsinnend erhebt. Im Felde ist ein Schwert und ein 
Schild aufgehängt. Die Inschrift BPVAOSEPOIESEN auf dem Henkel: Bull. 
d. Inst. .18413, p. 71. 
Endlich 6) ist dem Brygos noch eineilin Tarquinii gefundene, jetzt dem 
666 Herzog von Luynes gehörende Schale beizulegen, auf deren Fuss mit schwarzen 
Buchstaben die Inschrift BPY    EFOIESEN gemalt ist, während sich auf 
einem der Henkel nur B erhalten hat. Im Innern ist Nike oder Eirene dar- 
gestellt, geflügelt, mit dem Caduceus und aus der Oenochoe einer sitzenden 
Gottheit einschenkend; dabei   .ALOS. Aussen fanden sich mehrere sitzende 
Gottheiten; man erkennt noch Poseidon; HO    Eros; Nike; HEL     
Bull. d. Inst. 1829, p. 198; de Witte p. 898. Die früher vorgeschlagene Er- 
gänzung des Namens in Bryaxis wird durch die später gefundenen Vasen ohne 
Schwierigkeit beseitigt.  
Charitaeos. 
Zuerst bekannt ward eine Schale aus Caere mit schwarzen Figuren: im Innern 
Herakles den Löwen erwürgend; aussen einerseits: -l-AP1TAIOS EPOIILISENJIIE, 
andererseits: -I-APITAIOSE EPOIESEN EiWIE: EV: Visconti Mon. di Geri t. IX, D 
(Atti dell" Acc. rom. VII). Von einer (vulcentischen?) Hydria mit schwarzen Fi- 
guren, einst bei Depoletti in Rom, gab sodann B. Rochette (Journ. des Sav. 1843. 
Mai, p. 284 und Lettre a Schorn p. 38) Nachricht. Beide Bilder derselben be- 
ziehen sich nach ihm auf den Kampf der Griechen und Amazonen. Die In- 
schritt KAPIOAIOS (so l) EFOIESEN, soll unter dem Fusse gravirt sein. End- 
lich soll nach einer brieflichen Mittheilung de Witte's (aus dem Jahre 1852) 
für das britische Museum eine Schale mit rothen Figuren angekauft worden 
sein, die ich jedoch im Gatalog nicht aufiinde. Gymnastische Darstellungen 
und Epheben bei einem Labrum schmücken die Aussenseite; im Innern findet 
sich neben einem Diskuswerfer die Inschrift ÄTAPITAIOS EFOIESEN. Die 
abweichende Namensform der zweiten Vase ist wohl weniger mit R. Rochette 
auf den dorischen Dialect, als mit dem Herausgeber des C. I. n. S317 auf die. 
Nachlässigkeit des Malers zurückzuführen. 
[Ghariton 
An einer unteritalischen Vase findet sich der Name AQHVTQN auf den Fuss 
gravirt: Millingen Vases de Goghill pl. XI. Da jedoch das Verbum dabei fehlt, 
so ist kein Grund, ihn für den des Verfertigers zu halten] 
Ghelis, 
667 bekannt als Verfertiger vulcentischer Schalen, von denen die erste, jetzt im 
pariser Museum, innen schwarze, aussen rothe Figuren zeigt, nämlich aussen: 
A. einen Jüngling mit einem Stabe zwischen zwei fgrossen Augen; B. eine 
Pflanze ebenso; innen: einen Satyr mit Rhyton und XELIS EPOIESN 
        

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