Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204065
Verzeichniss. 
Alphabetisches 
44-9 
Rothe Figuren finden sich auf 2) einer Amphora, jetzt in Berlin (N. 1754): 
Herakles, mit dem Löwenfell über dem kurzen Ghiton bekleidet, hält wegeilend 
den Dreifuss gefasst, den ihm Apollo, bekleidet mit kurzem Ghiton und den 
Bogen in der Linken haltend, zu entreissen sucht. Hinter diesem erscheint 
Artemis, langbekleidet in doppeltem Gewande, in der Rechten einen arabesken- 
artigen Zweig haltend; hinter Herakles Athene, vollständig gerüstet, beide in 
ruhiger Stellung. R. Zwei Ringergruppen, die eine im Beginne des Kampfes,. 
die andere in einem vorgerückten Momente, wo der eine Ringer seinen Gegner 
bereits in die Höhe gehoben hat; zwischen beiden Gruppen am Boden eine 
Amphora, in der Höhe ein aufgehängtes Gewand. Als Kampfrichter erscheint 
hinter der ersten Gruppe ein Jüngling in weitem über das Hinterhaupt ge- 
zogenen Mantel. In der Rechten hält er einen langen Stab, in der Linken eine  
Granatblüthe. Unter jeden der Henkel ist ein vorwärts gebückter kauernder 
Hase gemalt. Die Inschrift ANAOKIAESEPOESEN ist um den Fuss herum 
eingravirt: Mus. etr. de Canino n. 1181; Gerhard Trinksch. und Gef. T. 19-20; 
Panofka Vasenbildner T. 3, 1M- 2.  3) Amphora, jetzt im Louvre: Kampf zweier 
Krieger in Gegenwart von Hermes und Athene. ß. Apollo Citharoedus auf 
einem Sessel, der auf einer durch zwei Stufen gebildeten Tribüne steht; auf 
jeder Seite ein langbekleideter Mann, auf seinen Stab gestützt und eine Blume 
in der Hand haltend. Die Inschrift, wie N. 2: Mus. etr. de Canino n. 1381; 
[Dubois Vases de Canino n. 79]. 
Schwarze und rothe Figuren finden sich auf 4) einer Amphora, einst 
in E. Braun's Besitz. Schwarz: der bärtige Dionysos zwischen zwei Satyrn 
und zwei Bacchantinnen; E. roth: Apollo zwischen Artemis und Leto, zu denen 
sich Ares gesellt. Auf den Henkeln findet sich die Zahl XXXIV, auf dem Fusse 659 
ANAOKIAESEFOIESEN gravirt: Bull. 1845, p. 25.  5) Eine grosse in Ghiusi 
gefundene und im Museum Casuccini aufbewahrte Schale ist im Innern ohne 
Figuren. Aussen scheiden sich in scharfer Linie unter den Henkeln das schwarze 
und das rothe Feld; so dass von der an beiden Henkeln wiederkehrenden Gruppe 
zweier Krieger im Kampfe über einen Gefallenen je einer schwarz, der andere 
roth ist; der Gefallene liegt in beiden Gruppen auf der Seite des schwarzen 
Kämpfers, und nur der Schild, der in das andere Feld herüberreicht, ist roth. 
Weiter finden sich zwischen diesen Gruppen je zwei grosse Augen, und zwischen 
denselben einerseits (schwarz) zwei Bogenschützen in eng anliegender Kleidung, 
mit Bogen und Pfeil in den Händen, im Gespräch mit einander, zwischen ihnen 
ein Baum und hinter dem einen   JOKIAESE  OI    Zwischen den Augen 
der andern Seite erscheint (roth) ein Bogenschütz, in enger Kleidung, ohne 
Kopfbedeckung, Bogen Lind Köcher an der Seite tragend und mit der Trompete 
das Zeichen zum Kampfe gebend. Auf der Seite der rothen Figuren ist Einiges 
in dunkelrother Farbe aufgesetzt: Bull. d. Inst. 1838, p. 74, 83-84; nach dem 
Original von mir berichtigt.  Mir unbekannt ist eine Amphora des Gampana'- 
sehen Museums, von welcher Birch (Pottery II, p. 46) Spricht; sie soll in schwarzen 
Figuren auf weissem Grunde Nereiden und Amazonen darstellen; der Name 
finde sich auf dem Fusse und werde dadurch  verdächtig. 
Aon. 
Die Deutung der Inschrift einer ügurenlosen Schale des gregorianischen Museums 
Brunn, Geschichte der griechischen Künstler. II- 2- A115. 29
        

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