Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204051
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lsenmaler. 
mondförmigen Schilde bewaffnet ist. Zu beiden Seiten des Kopfes des Memnon: 
FOIHSN AJVIASIS: Gerhard Auserl. Vas. III, t. 207; Panofka a. a. O. Fig". 2-3. 
5) Im Mus. etr. de Ganino p. 11, n. 2140 wird ohne Weitere Beschreibung' 
eine Vase mit der Inschrift AZIIASIS EFOESEN erwähnt. Eben so wenig ist 
bis jetzt 6) eine Vase mit der Inschrift AJIIASIS EFPAIDSENKAI EFOIESEN 
bekannt geworden, deren Existenz nach den Worten Campanarfs (Atti dell' 
accad. rom. VII, p. 89) angenommen werden muss. Ihre genauere Kenntniss 
würde darum von Wichtigkeit sein, weil auf ihr der Name des Amasis mit 
657 Äygalbsv verbunden erscheinen soll und es erst dadurch gerechtfertigt erscheinen 
kann. den Namen dieses Künstlers endlich noch auf einer andern Vase her- 
zustellen: 7) einer fragmentirten Schale aus Tarquinii (nicht Vulci), jetzt im 
Besitz des Herzogs von Luynes. Im Innern erblicken wir einen Krieger, welcher 
sich die Beinschienen anlegt; auf der einen, allein erhaltenen Aussenseite einen 
Kampf des Herakles, HRAKLEES, wie es scheint, gegen Amazonen. Mit dem 
Löwenfell angethan, zückt er das Schwert gegen eine derselben, die gefallen 
und der eine andere mit erhobener Lanze zu Hülfe eilt: sie trägt über dem 
Panzer ein buntes Thierfell. Weiter folgt eine dritte mit gespanntem Bogen, 
in engem Koller mit phrygischer Mütze. Hinter Herakles endlich findet sich 
noch eine Gruppe von zwei vollständig gerüsteten Kämpfern, deren einer, ein 
Grieche, seiner Gegnerin das Schwert in den Leib stösst; neben der letztern 
-l-SANG)ITIIIs. Um den Fuss herum steht in schwarzen Buchstaben KLEOKDRAAESL 
EFOIEZENiAZIIAX und nach einer Lücke von sieben bis acht Buchstaben f, 
so dass das Ende der Inschrift sich wieder an den Anfang anschliesst. Die 
Ergänzung AZlIAZrgartvoE hat wenig Wahrscheinlichkeit: aber auch ALVIAZLg 
äyQaqvEs kann wegen des, wie es scheint, mangelnden Raumes für das E am 
Ende nicht als gegen jeden Zweifel gesichert betrachtet werden, zumal es end- 
lich noch ausdrücklich hervorgehoben werden muss, dass die Malereien schön 
und sorgfältig, aber roth auf schwarzem Grunde ausgeführt sind. Publicirt 
von Luynes Vases pl. 44; vgl. Bull. d. Inst. 1829, p. 198; Rapp. volc. n. 703. 
Anakles. 
Etwas fragmentirte Schale mit ungewöhnlich hohem Fusse aus Ghiusi; auf jeder- 
Seite ein Bock, schwarz mit aufgesetzter dunkelrother Farbe, darunter ANA- 
KLESEFOIESEN: Bull. d. Inst. 1835, p. 126. 
Andokides. 
Die Vasen mit seinem Namen, mit Ausnahme der letzten sämmtlich in Vulci 
gefunden, haben theils schwarze, theils rothe Figuren, oder auch Figuren von 
beiden Ffarben auf den verschiedenen Seiten derselben Vase. Doch sind auch. 
die rothen von einem strengen an das Archaische streifenden Styl. Mit schwarzen 
658 Figuren ist 1) eine Amphora geziert, zuerst in Ganinds, dann in W. Hope's- 
Besitz. Der Körper der Vase ist schwarz und nur am Halse finden sich zwei 
kleine Bilder; Dionysos zwischen zwei Satyren; R. Quadriga von vorn ge- 
sehen; auf ihr ein Krieger und der Wagenlenker; zu jeder Seite ein nackter 
Jüngling. Auf der Mündung in schwarzen Buchstaben sorgfältig geschrieben 
und unfragmentirt: ANÄOKIAESEFOIE: Mus. etr. de Ganino n. 24; [Dubois 
Vases de Ganino n. 22]; nach de Witte p. 393 wahrscheinlich identisch mit 
Reserve etr. n. 15.
        

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