Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1204046
Verzeichniss. 
Alphabetisches 
4-47 
ihm entgegenkommen. Sie haben sich gegenseitig um den Hals gefasst und 
tragen je in einer Hand einen Epheuzweig. Dazu erhebt die hintere in der 
Rechten einen Hasen bei den Ohren, während die vordere, durch eine Nebris 
ausgezeichnet, in der Linken einen kleinen, aber mit vollständigem Geweihe 
versehenen Hirsch bei den Vorderfüssen tragt. Ueber ihnen: AWILIILSIAS" ßIE- 
POESEN. Dicht unter dem Halse läuft ein anderer reich mit Figuren gezierter 
Streifen herum, Kämpferpaare, durch einen Trompeter und einen Bogenschützen 
unter den Henkeln in zwei Hälften getheilt. Vom Trompeter beginnend, finden 
wir einen Krieger, im Begriff einen andern niederzustossen, dem ein dritter zu 
Hülfe kommt. Es folgen auf dieser Seite noch drei, auf der andern fünf Kämpfer- 
paare. Die Deutung des Herzogs von Luynes auf Achilles im Kampfe mit 
Kyknos, dem sein Sohn Tenes zu Hülfe eilt, beruht zunächst auf dem Schwan 
als Schildzeichen des zweiten und dem Eber des dritten, welcher als Wappen 
von Kyzikos bekannt ist. Eben so werden die drei folgenden Schildzeichen: 
der Hirsch auf Ephesos, der Bock auf Antandros, der Stern auf Tralles bezogen; 
auf der andern Seite aber ferner nach den Schildzeichen die Namen der kämpfenden 
Helden bestimmt: durch das Pferd (Wappen von Arpi) Diomedes, den Panther 
(Athen) Menestheus, den Widder (Salamis) Aias, den Blitz (Praesos auf Kreta) 
Idomeneus, endlich durch den Löwen nach Analogie einer Darstellung auf dem 
Kasten des Kypselos Agamemnon. Wenn gegen diese, gewiss mit grossem 
Scharfsinn durchgeführte Erklärung etwas einzuwenden ist, so ist es, dass wir 
einem Vasenmaler schwerlich eine so gründliche Kenntniss der Numismatik, 
wie dem Herausgeber seines Werkes zutrauen dürfen. Publicirt von Luynes Vases 
pl. 1-3; Elite cerarn. l, pl. 78; Panofka, Arch. Zeitung 184-6, T. 39,  
2) Oenochoe aus Vulci im britischen Museum (n._641 f): Perseus, durch 656 
Petasos, Flügelschuhe und die Kibisis charakterisirt und ausserdem mit einer 
Nebris über dem engen Chiton bekleidet, erfasst, wie gewöhnlich sein Gesicht 
abwendend, mit der Linken die Medusa beim Nacken, während er mit der Harpe 
in der Rechten im Begriff ist, ihren Kopf vom Rümpfe zu trennen, das den ge- 
wöhnlichen Gorgonentypus zeigt. Sie selbst hat vier Flügel und über dem 
kurzen Rock ein Pantherfell mit Schlangen gegürtet. Weiter zur Seite steht 
mit ausgestreckter Rechten und dem Gaduceus in der Linken, Hermes in seiner 
gewöhnlichen Kleidung. Hinter Perseus von oben nach unten ABLFASISME- 
FOIESEN  [Dubois Vases de Canino n. 62]; Panofka a. a. O. S. 236. 
3) Oenochoe aus Vulci, früher in Ganinds Besitz: Herakles mit dem Löwen- 
fell angethan, Bogen und Pfeil in der Linken tragend, reicht die Rechte einem 
langbekleideten Könige dar, dessen Scepter oben mit einem Widderkopfe ge- 
ziert ist (Eurystheils oder Lykos, König von Mysien); zur Seite stehen zwei 
Krieger, etwa Jolaos und Kopreus; vor einem derselben AZIIAQI? EFOIEEEN: 
Micali Antichi Monum. t. '76; Panofka a. a. O. T. 39, 1. 
4) Amphora, jetzt im brittischen Museum (n. 554i): Achilles, vollständig 
gerüstet, bedroht mit dem Speere Penthesilea, die im Fliehen sich zurückwendet 
und mit dem Schilde zu decken sucht. B). Memnon vollständig gerüstet (den 
Stützpunkt seines Helmbusches bildet ein Hund), zwischen zwei jungen, durch 
Haar und Gesichtsbildung scharf charakterisirten Aethiopen, von denen der eine 
mit einer leichten Keule, der andere ausserdem noch mit einem leichten halb-
        

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