Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203843
und 
Wirkliche 
Steinschneider in 
angebliche 
Gemmezlinschriften. 
4-27 
haben, welche eine directe Beziehung auf die Ausbildung des Mythus durch 
Apuleius hat, so werden wir auch diesen Stein unbedenklich für ein modernes 
Werk halten dürfen.  G. I. 7244. 
Polytimus. 
Herakles mit der Keule und den Aepfeln der Hesperiden; rings herum die In- 
schrift PIAVTEIJKIQY: Gori Symb. litt. Dec. II, Vol. VIII, p. 119; Villoison 
Mem. de l'Inst. ll, p. 144; G. l. 7245. Stephani (Angebl. Steinschn. S. 236) be- 
merkt dazu: „Da der Name so selten ist, so entsteht, wenn gleich der Name 
ganz ungenügend bekannt ist, doch der noch näher zu begründende Verdacht, 
dass er von der im Jahre 174-7 gefundenen, jetzt in der Sammlung auf dem 
Capitol belindlichen Statue (Mus. Gap. III, 60) entlehnt sei, deren Inschrift: 
POLYTIMVS  LIB einige auf den Künstler bezogen haben." Stephani hat wahr- 
scheinlich die Abbildung bei Gori nicht gesehen, sonst würde er schwerlich die 
Echtheit der Inschrift bezweifelt, dafür aber ihre Beziehung auf einen Künstler 
bestimmt abgewiesen haben,- indem sie um das unbedeutende Bild herum ver- 
theilt ist. 
Pothos. 
POGOY auf einem geschnittenen Steine mit drei Masken, nach Mittheilungen 
Millingen's: Glarac p. 180; G. I. 724-1. Aber warum Künstlername? 
Priscus. 
PPIEKOE auf einem Onyx mit dem Kopfe der Matidia, im Besitz Lord Clan- 
brasiPs: Raspe 11611. Der Stein befand sich früher in der Sammlung Medina 
in Livorno, in deren Catalog der Name fälschlich ITRIEKOE wiedergegeben ist. 
Nach der Bemerkung Braccfs (II, p. 285) stammen die Künstlernamen in dieser 
Sammlung von moderner Hand her, was Köhler (S. 71) übersehen zu haben 
scheint, als er den Namen für den des Besitzers erklärte. 
Pylades. 
Bother Jaspis; der Berg Argaus, darauf ein Adler mit einem Kranze im Schna- 
bel, ihm zur Seite ein Halbmond und ein Stern; der Name FYAAAOY im 
untern Abschnitt: Venuti Collect. antiq. rom. tab. 74- (apud Franc. Palazzi); de 
Thoms V, 5 (XIII, 5); de Jonge Notice p. 167; Cades I, A, 98. Die ganze Dar- 
Stellung kann auf Kunstwerth kaum Anspruch machen, und an einen Künstler- 
namen ist also nicht zu denken, wesshalb auch Bracci (II, p. 285) und Gori 
(Dact. Smith. II, p. 35) gegen seine Aufnahme unter dieselben stimmen, Visconti 629 
(Op. var. II, 162) und Köhler (S. 71) ihn auf den Besitzer beziehen.  G. I. 7248. 
Pyrgoteles. 
Je grösser der Ruhm des Pyrgoteles selbst nach den wenigen schriftlichen Er- 
Wähnungen im Allerthume gewesen zu sein scheint, um so verdächtiger sind 
alle die Arbeiten, Welche in der neuern Zeit mit seinem Namen bekannt ge- 
worden sind. Es ist überflüssig, sie alle anzuführen, indem durch die meisten 
niemand getäuscht werden kann. Nur von denen mag hier die Rede sein, die 
zeitweilig den Ruf der Authenticität genossen haben. Zuerst ist kein Grund 
vorhanden, die Inschrift I7] auf einem Camee des Museums von Neapel, dar- 
stellend Minerva und Neptun (Raspe 1768, t. XXVI; Gerh. Neap. ant. Bildw. 
S. 895, N. 5) auf Pyrgoteles zu beziehen; vgl. ausserdem Kühler S. 102.  
Der römische Kopf mit der Inschrift PYPFOTEAIJE BFOIBI am Abschnitte
        

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