Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203802
angebliche 
und 
Wirkliche 
Steinschneider in 
Gemmeninschriften. 
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echt, doch bleibt es sonderbar. dass ein Stein, der weder seiner Materie, noch 
seiner trockenen. charakteristischen, doch harten Arbeit nach zu den schönen 
gehört, mit dem Namen geziert sein sollte." Derselbe Name NEAPKOE findet 
sich sodann auf einem blassen Amethyste unter einem schönen bärtigen grie- 
chischen Portrait, welches für Demetrius III. von Syrien erklärt wird. „Dieser 
Stein ist bei weitem bedeutender als der früher erwähnte, und dürfte zur Be- 
reicherung des Künstlercatalogs dienen." Er darf dies nicht, so lange nicht die 
unrichtige Namensform gerechtfertigt ist, die nur verdächtiger dadurch wird, 
dass sie noch einmal: NEZAPKOY, hinter einem Epikurkopf auf einem Garneol 
(nach einem Cadesfschen Abdrucke) vorkommt, welcher auch ausserdem keine 
Garantie seiner Echtheit darbietet. 
Neikephoros.  
Onyx, Hermes einen Adler auf der Hand haltend, aus der Sammlung Capellds 
in die casseler übergegangen: [Prodromus iconicus  de museo Antonii Ga- 
pello 1702, n. 87]; Montfaucon Ant. expl. l, t. 76; Raspe 2890. Die Inschrift 
NIKH-(D, welche durch die Figur getheilt ist, also nicht einen Künstler be- 
zeichnen kann, findet hier ihre Erklärung in dem Attribute des Gottes. Aehn- 
lich wird der Name NOIKHIDOPOC, Welcher in grossen derb geschnittenen 
Buchstaben rings um das ganz kleine Bild einer Nike mit Kranz und Palme 
herum läuft, nicht einen Steinschneider, sondern den Besitzer bezeichnen, der 
das Bild mit Bezug auf seinen Namen wählte: Raspe 7704; vergl. Stephani, 
Angebl. Steinsch. S. 239. Endlich finden wir auf einem Sarder der florentiner 
Sammlung einen nackten unbärtigen Mann, welcher einen Helm schmiedet, da- 
hinter, Wie es scheint in ziemlich grossen Buchstaben: NEIKHCDOPOY: Gori 
Mus. flor. II, t. 15; G. I. 7223. In der Dact. Smith. II, p. 27 bemerkt Gori dar- 
über: Quamvis igitur nihil et operis elegantiae, antiquitati et inscriptis litteris 
adversetur, tamen inter gemmas dubias recensendam existimo; und darauf hin 
ist Nicephorus auch von Bracci II, 283 in den Anhang verwiesen worden. 
Nepos. 
Garneol der Schellersheim'scl1en Sammlung; stehender Jüngling, die Ghlarnys 
auf dem Rücken, die Leier spielend; NEZTICOC in grossen, sehr roh geschnittenen 523 
Buchstaben: Dubois bei Clarac p. 152; Cades I, E, 45; G. I. 7225. 
N E E T.  
Chrysolith: Brustbild eines geflügelten Amor, dessen gekreuzte Arme mit einem 
Bande gefesselt sind; vortreffliche Arbeit: de Jonge Notize p. 143; derselbe 
Stein wird erwähnt in der Jenaer Lit. Zeit. 1825, N. 193, S. 100; die an mo- 
derne Spielerei erinnernde Darstellung in der durch mancherlei moderne Ar- 
beiten berüchtigten haager Sammlung; macht eine Untersuchung des Steines 
dringend nöthig. Aber auch die Echtheit angenommen, bleibt die Beziehung 
des ahgekürzten Namens auf einen Steinschneider fraglich. 
N I C O M (7. 
Schwarzer Achat, früher im Besitze Odam's. dann Molinarfs; Satyr, nachdenk- 
lich auf einem Pantherfelle sitzend; vor sich zwischen den Füssen die Doppel- 
flöte: Stosch t. 44-; Bracci II, t. 87; Winck. Descr. II, 1517; Gades II, A, 166; 
G. I. 7228. Der Abdruck lehrt, dass an eine Vermischung von C und K nicht 
zu denken und daher die vor dem Kopf stehende Inschrift nicht NICOAAC zu
        

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