Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203789
Wirkliche und 
angebliche 
Steinschneider in 
Gemmeninschriften. 
4-21 
Poniatowskfschen Sammlung angehört, rechtfertigen die Meinung, welche Dubois 
(bei Clarac) ausspricht, dass wir es hier mit einer Fälschung zu thun haben. 
Laken, s. Daron.  
Leukon 
Deuton. 
Lipasios, falsche Lesart für Aspasios; s. Abth. I. 
L y s a n d r o s. 
AYEANAPO auf einem Scarabäus des Museums zu Volterra: Welcker, Rh. 
Mus. N. F. VI, p. 385. Zu dem Genitiv ergänzt Stephani (bei Köhler S. 228) nach 
Analogie eines äginetischen Skarabäus: Kgsovriöa slyi (Bull. d. Inst. 1840, p. 140) 
dasselbe Verbum, gewiss mit Recht, da Skarabäen mit unbezweifelten Künstler- 
inschriften bis jetzt noch nicht bekannt sind. 
Maxalas. 
Camee in Sardonyx: Brustbild des Antoninus Pius mit Lorbeerkranz und Aegis; 
darunter die Inschrift JIIAEAAAC in vertieft geschnittenen Buchstaben: de Thoms 
V, 9; de Jonge p. 126, 7; Bracci (I, praef. p. XVII) und Gori (Dact. Smith II, 
p. 34), welcher den Stein selbst gesehen, bezeichnen die Inschrift als unecht. 
_M CI O P C I C 
soll auf einem Steine des Worsley'schen Museums eingeschnitten sein, auf dem 
Herakles, einen Stier auf den Schultern tragend, ähnlich wie auf dem Steine 
des Anteros dargestellt ist. Letronne (Ann. d. Inst. XVII, 271) verdammt die 
Inschrift als barbarisch und modern und im G. I. 7213 wird sie in Märamog 
emendirt. Allein der Abdruck bei Cades III, A, 147, wie auch schon die Ab- 
bildungen bei Bracci (zu I, p. 107; tav. d'agg. XI, 2) und im Museum Wors- 
leianum (T. 29, 5 der deutschen Ausg.) zeigen, dass sie lateinisch und M  CLOD 
CIS zu lesen ist. 
MHNA TOYAI (TAIZPOY. 
Onyx; Frauenkopf mit Diadem, davor III; die übrige Inschrift auf den drei 
anderen Seiten in Absätzen herumlaufend: de Thoms t. II, n. 3. Dass an einen 
Künstler nicht zu denken ist, lehrt schon die Vertheilung der Inschrift. Aber 
die Herkunft aus der de Th0ms'schen Sammlung, verbunden mit einigen Auf- 620 
fälligkeiten in der Anlage des Kopfes rechtfertigen es, wenn Clarac p. 143 über- 
haupt an der Echtheit des Steines zweifelt. Der Name verdankt vielleicht theil- 
weise seinen Ursprung dem ZIIHNAC neben einem bärtigen Kopfe auf einem 
Sard bei Gruter p. 1043, 10, dessen Beziehung auf einen Künstler jedoch erst 
nachzuweisen wäre. Den eben dort (n. 8) erwähnten 8YTI(Y)XIANOO wenig- 
stens nimmt Baspe, wie es scheint, nur einmal (Introd. p. XXX) für den Künstler, 
das andere Mal (n. 10630) dagegen für den Namen der dargestellten Person; 
vgl. Köhler S. 76; C. I. 7214- und 15. 
Milesios. 
Fragmentirte Glaspaste: Apollo sitzend auf elegantem Sessel vor einem auf 
quadrater Basis aufgestellten Dreifuss; im Abschnitt IWIAHEIOE: Gori Dact. 
Sniith. II, p. 11; die dort versprochene Publication durch Stosch ist unterblieben. 
Bracci II, 283 setzt den Namen unter die verdächtigen; und sollteauch gegen 
seine Echtheit nichts einzuwenden sein, so ist er doch wahrscheinlicher auf den 
dargestellten Gott, als auf einen Künstler zu beziehen, Wie auch Clarac S. 146 
bemerkt.  G. I. 7219.
        

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