Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203779
Gemmenschneider. 
Glarac mögen Recht haben", wenn sie dieselbe als modern bezeichnen, obwohl 
Raspe, auf den sie sich berufen, dies nicht angiebt. 
An die Miliottfsche Sammlung schliesst sich würdig die de Thoms'sche 
an. Hier finden wir als antike Paste eine Gopie nach dem auch sonst noch 
häufig vorkommenden Satyr des Pergamos mit der Inschrift KAPFO Y: pl. V, 9; 
de Jonge Notice p. 146, n. 17; Raspe 4732; vgl. 4733-43. Gerade darum und 
wegen des frühern Besitzers muss aber wenigstens die Inschrift in hohem Grade 
verdächtig erscheinen. 
Eine Abundantia aus dem Cabinet des Dr. Thomasius nennt Murr Bibl. 
glypt. 56 eine moderne Gopie mit dem Namen des Karpos, „comme aussi le 
festin de Bacchus et d'Ariadne"   So bleibt nur noch ein Carneol übrig: 
518 Perseus mit dem Medusenhaupt in der Rechten und der Harpe in der Linken, 
KAPPOY: Raspe 8866. Aber nachdem alle übrigen Steine dieses angeblichen 
Künstlers als Fälschungen erkannt sind, werden wir ihn auf dieses nicht ge- 
nügend bekannte Werk hin nicht in das Verzeichniss der Steinschneider auf- 
nehmen dürfen.  G. I. 7198. 
Kastrikios. 
Arnethyst mit bacchischer Vorstellung eines „C0rybanten mit Thyrsus und Vase 
und einem Böcklein in der Hand", KACTPIKIOY: Vermiglioli Iscr. di Perugia 
p. 4-76, n. 65 ed. I, p. 500 ed. II. Die Gens Gastricia muss den Inschriften zu- 
folge in Perugia ansässig gewesen sein, wesshalb die Inschrift des Amethystes 
am natürlichsten auf den Besitzer zu beziehen ist. 
Kissos. 
Glaspaste: angebliche Köpfe des Gaiusund Lucius, der Söhne des Agrippa: 
Winckelm. Descr. IV, 213; Raspe n. 11155; Cades V, 319. Die Inschrift KICCOC 
-COAII AAA steht in ziemlich grossen Buchstaben über und unter den Bil- 
dern, was gegen die Beziehung auf einen Künstler spricht. Köhler (S. 83) er- 
klärt sie daher für die Namen zweier Besitzer, eines Freigelassenen Kissos und 
seiner Gattin Sodala. Sollten nicht die Namen vielmehr auf die dargestellten 
Personen zu beziehen sein?  
Kleon. 
Garneol: Apollo mit der Leier, stehend; neben ihm ein Dreifuss auf hoher Basis 
und der Köcher, die Inschrift KABQNOC im Abschnitt: Gori Inscr. etr. I, t. 1, 2; 
Bracci I, t. 47. Bracci war der Ueberzeugung, dass der Stein eine Arbeit des 
Flavio Sirleti sei, und dafür spricht manches Unantike in der Behandlung des 
Haares, in der declamatorischen Haltung der Hand u. a.; vgl. Kühler S. 100.  
G. I. 7202. 
Krateros. 
Carneol, ephesische Diana von sehr 
Tölken Verzeichn. S. 172, n. 802. 
nissmässig grossen Buchstaben ist 
G. I. 7205. 
geringer Arbeit: Winckelrn. Descr. II, 304; 
Die Inschrift KPATE H POY in verhält- 
aiif beide Seiten des Bildes vertheilt.  
K PH OKH C. 
Sogenannte Terpsichore, in derselben Weise gebildet, wie die des Onesas: Ga- 
des II, C, 29; R. Rochette Lettre p. 131; Clarac p. 83; G, I. 7206. Diese Dar- 
stellung, die falsche Namensform und endlich der Umstand, dass der Stein der
        

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