Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203704
und 
Wirkliche 
angebliche 
Steinschneider 
Gemmeninschriftcn. 
413 
in der Rechten; XAIPI-IMOON: Raspe 8008. Da nach seiner Angabe die In- 
schrift aus der Zeit des Verfalls (du bas ernpire) stammt, so liegt kein Grund 
vor, sie auf einen Künstler zu beziehen. G. I. 7278.  Wenn ferner Millin 
Introd. p. 78 den Kopf eines Satyrs mit demselben Namen aus Winck. Descr. 
n. 238 citirt, so beruht dies auf einer Verwechselung mit dem Stein des Phi- 
lemon p. 238, n. 1484. 
Oharitos und Chariton. 
Grosser erhaben geschnittener Sardonyx, früher im Besitz des dresdener Academie- 
directors Casanova, jetzt in der k. russischen Sammlung: [Lippert III, 1410]; 
Raspe 64-24; C. I. 7279; abgebildet bei Klotz: über den Nutzen und Gebrauch 
der geschnittenen Steine. Dargestellt ist innerhalb eines durch Säulen und 
Gebälk angedeuteten offenen Gebäudes die Statue einer nackten Frau, vielleicht. 
Venus, auf einer niedrigen Basis, welche den Namen XAPITOY trägt; ihr zur 
Seite zunächst zwei bekleidete Frauengestalten, eine mit phrygischer Mütze. 
Weiter ausserhalb des Hauses erblicken wir einen Jüngling im Mantel, welcher 
auf die Guirlanden über der Thür hinweist, aus welcher ihm eine dritte weib- 
liche Gestalt entgegenkommt. Köhler bemerkt darüber S. 541: „Eine zuverlässige 
Erklärung oder Auseinandersetzung des hier vorgestellten lässt dieser Camee 
nicht zu. Er ward von einem geschickten, des Alterthums kundigen Zeichner, 
wahrscheinlich von Casanova selbst entworfen.   ß Mir scheint dieses Urtheil 
noch viel zu mild: denn wenn auch antike Motive vielfältig benutzt sind, so 608- 
leuchtet doch aus der Anlage des Ganzen, wie aus der Ausführung einzelner 
Theile ein so unantiker Geist hervor, dass ich auf einen ausführlichen Beweis 
für die Behauptung des modernen Ursprungs dieser Arbeit glaube verzichten 
zu dürfen.  Richtiger griechisch ÄTAPITQNOE lautet die Inschrift auf einem 
Garneol hinter einem fragmentirten Kopfe des Herakles mit dem um den Hals- 
geknüpften Löwenfelle; nur der Hals und Hinterkopf ist erhalten (nach einem 
Gadesischen Abdrucke). Die Arbeit ist elegant und derjenigen an anderen mo- 
dernen Fragmenten entsprechend. 
X 8A Y. 
Sard, sitzende Sphinx mit erhobenem Vorderfuss: de Thoms V, 8; G. I. 7280. 
Der Umstand, dass der Stein der de Thomsschen Sammlung angehört, so wie 
ferner, dass die Inschrift in ungewohnter Weise (ähnlich wie APXIONOC in 
derselben Sammlung) auf dem Flügel angebracht ist, spricht nicht nur gegen 
die Annahme eines Künstlernamens, sondern überhaupt gegen die Echtheit 
des Steins. 
X PYCO Y  N. 
Camee; in der Mitte ein grosses 6', darüber drei durch eine Schnur verbundene 
Kügelchen, darunter die obige Inschrift: Caylus Rec. d'ant. VII, t. 27, 4; Braccill, 284- 
(unter den verdächtigen Künstlernamen); C. II 7281. Dass an einen Künstler- 
namen bei dieser Gemme ohne künstlerische Darstellung gewiss nicht zu denken 
sei, müsste einleuchten, auch wenn nicht Uhden (Abh. der berl. Acad. 1820, 
S. 323 ff.) die Inschrift als das delphische E  iXpvooüv erklärt hätte. 
Dalion, s. Allion. 
Damnameneus. 
„Pr0birstein, ägyptischer Styl 
der römischen Zeit. 
Eine Mumie, 
in eine Schlange.
        

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