Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203684
angebliche 
und 
Wirkliche 
Steinschneider 
Gemmeninschriften. 
411 
Archion.  
Auf einer dem Onyx ähnlichen Paste (nach den de Thoms'schen Tafeln IV 
[XIII], 2) oder auf einem Carneol (nach de Jonge Notice p. 149) sehen wir eine 
Venus dargestellt, wie sie auf dem Fischleibe eines Triton sitzend einen kleinen 
bogenspannendeirAmor auf ihrem Schoosse hält. Die Inschrift APXIO i" NOC 
findet sich auf dem über den Schenkel gelegten Gewandstück. Wenn nun die 
de Thomslschen Gemmen mit Künstlerinschriften schon an sich verdächtig sind, 
so wird dieser Verdacht noch verstärkt erstens durch die ungewöhnliche Art, 
in welcher der Name angebracht ist, sowie ihre Vertheilung; denn zwei andere 
Steine, die man zur Vergleichung anführen könnte, mit den Namen ÄICAY und 
AEEOX stammen aus derselben Quelle." Sodann spricht für die Unechtheit 
die falsche Form Ädpxiovog für ldgxioovog. Endlich zeigt die Gomposition, trotz 
der antiken Motive, welche benutzt sind, in vielen Stücken, namentlich in der 
Art der Zusammensetzung des Triton mit den Vorderkörpern von drei Löwen, 
sowie in der Stellung und Haltung des Amor, einen entschieden modernen Geist. 
 Verdacht gegen die Echtheit der Inschrift äusserst bereits Bracci I, p. 145. 
Arethon, s. Alpheus. 
Aristoteiches. 
Scarabäus in Smaragd-Preis, aus der Gegend von Pergamum stammend; Löwin 695 
in drohender Stellung; darüber deutlich API? TOTEIXI-Iä: [Novelle littel". di 
Firenze 1787, n. 48, p. 755; Amaduzzi Saggi di Cortona IX, p. 14-9]; Gades XV, 
O, 276; C. I. 7161. Die Arbeit ist von gutem, noch ziemlich strengem Styl, 
und ich zweifle, so wenig wie R. Rochette (Lettre p. 121) an der Echtheit des 
Steines wie der Schrift, obwohl Letronne (Ann. d. Inst. XVII, p. 271) die letz- 
tere, sofern sie nicht falsch gelesen sei, für moderne Erfindung erklärt. Da- 
gegen vermag ich in ihr nicht den Namen eines Künstlers zu erkennen, theils 
weil ein solcher auf einem Scarabäus überhaupt noch nicht mit Sicherheit nach- 
gewiesen worden ist, theils wegen der Natur der Inschrift selbst, die in sehr 
auffälliger Weise die ganze Breite des Steins einnimmt. 
Ariston. 
Rother Jaspis im pariser Antikencabinet: Dumersan Hist. du cab. des med. p. 89, 
n. 404: Ulysse assis a la porte de sa maison, d. h. ein Heros mit spitzer Mütze, 
Sitzend in der Stellung des ruhenden Herakles, und ebenso wie dieser in der 
Rechten das nach unten gewendete Schwert haltend; zu seinen Füssen ist das 
Vordertheil. eines Stiers sichtbar; vor der Figur APICTQ) t NOC. Der Stein 
hat, wenn nicht Scarabäenform, doch den sogenaunten" Scarabäenrand, welcher 
Besonderheit auch eine gewisse Scharfe und Härte des Styls entspricht, den ich 
nach einem mir vorliegenden Abdrucke nicht mit R. Rochette (Lettre p. 121) 
assez mediocre nennen möchte. Die Formen der gross und derb geschnittenen 
Buchstaben harmoniren nicht mit dem Style des Bildes und sind also wahr- 
scheinlich später, aber immer im Alterthum beigefügt; eben darum aber ist die 
Inschrift nicht auf einen Künstler zu beziehen, um so weniger, da sie auf dem 
Steine rechtläuthg steht.  G. I. 7162. 
AOA. 
Gori Dact. Smith. II, p. 41: Amazonum una sculpta est in gemma, quae Sociis 
Columbariis (d. h. den Mitgliedern der sobenannten florentiner Akademie) ostensa
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.