Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203651
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Gemmenschneider. 
silee renversee de son cheval et soutenue par Achille, se voit sur nn beau camee 
600 de Mr. Diering, amateur anglais, qui  a encore un vieux guerrier moribond 
avec le nom du graveur 1111421100, dest-ä-dire JLKIlDI-IOU. Hiermit ist eine 
andere Stelle zu verbinden, in den später erschienenen Mon. ined. p. 190, wo 
es von der Figur eines Schiffbrüchigen, auf dem Felsen sitzenden Aiax heisst, 
sie gleiche ad un intaglio in agata sardonica col nome dell' antico incisore 
AAIDHOC, il cui possessore e il sig. Antonio Pichler, Tirolese, celebre incisore 
in Roma. Del medesimo antico artefice possiede il sig. Diering Inglese un bel 
cammeo rappresentante Achille ehe abbracria Pentesilea moribonda. Es ist 
hiernach nicht klar, ob Winckelmann zwei oder drei Steine im Auge hatte. 
Den sterbenden Krieger nennt Bracci I, p. 83 ein Werk Pichlefs. Aber auch 
von dem übrigens antiken Steine mit der Darstellung der Penthesilea behauptet 
Bracci, dass die Inschrift von Pichler beigefügt sei, und ist der Aiax (in ziem- 
lich strengem Scarabäen-Styl gearbeitet, bei Cades III, E, 327) von dem ersten 
Steine verschieden, so muss in solchem Zusammenhange der Umstand, dass er 
sich in Pichler's Besitz befand, ebenfalls gegen seine Echtheit sprechen. 
Erwähnt werden ausserdem ein Camee der Venutfschen Sammlung: Amor 
und Psyche oder Venus, die einen Schmetterling aus einem Brunnen hervor- 
zieht, mit der Inschrift AlßfliIiIOC: [Amaduzzi Saggj di Cortona IX, p. 157]; 
Glarac p. 30; und der Raub der Proserpina aus der Poniatowskfschen Samm- 
lung: R. Rochette Lettre p. 113. 
Amaranthus. 
Carneol der Praun'schen Sammlung: Herakles knieend, Wie er den Bogen gegen 
die stymphalischen Vögel gespannt hat, rings herum AMAR-ANTHV-S: Raspe 5750, 
pl. 40, nach Amaduzzi [Saggj di Cortona IX, p. 148] einst Zarillo gehörig. Dass 
an einen Steinschneider nicht zu denken sei, sah schon l-lracci II, p. 284. Dass 
aber schliesslich die lateinische Inschrift zu einer griechischen A1WAR4NOOY' 
geworden ist, beruht auf einer Verwirrung der Citate bei Clarac p. 32 und dem- 
zufolge auch im C. I. 7147. 
AMCDO. 
Schwarzer Jaspis (nach Köhler S. 92 dunkler Sarder); unbärtiger Kopf mit 
schmaler Binde, angeblich Rhoemetalces: Gori Inscr. etr. I, t. 2, 4-: Mus. flor. II, 
601 t. 10, 3; Bracci I, t. 17. Die Inschrift als Abkürzung von AJVIfDOTEPOC recht- 
fertigt Letronne (Ann. d. Inst. XVII, p. 261) gegen Köhler, der übrigens an der 
Echtheit nicht zweifelt und nur die Beziehung auf einen Künstler abweist, mit 
Recht, da sie auf dem Stein rechtläufig' steht. 
Anaxilas, s. Herakleidas, Abth. I. 
Antiochos. 
Carneol, einst in Andreinfs Besitz: Brustbild der Athene mit Helm, Aegis und 
iSpeer, ANTIOÄÜOY: Gori Inscr. etr. I, t. 1, 4-; Winck. Descr. II, 188; Bracci I, 
t. 21, der p. 115 nicht ansteht, den Stein für eine Arbeit des Flavio Sirleti zu 
erklären. Der Name ward vielleicht von der Inschrift einer Statue der Athene 
in Villa Ludovisi hergenommen.  Auf einem Carneol bei Raspe n. 7064, t. 43 
findet sich der Name nochmals, auf beide Seiten der dargestellten Figur, eines 
Amor, vertheilt ANTlO-VOX, wo ich die Beziehung Köhler's (S. 68) auf den 
Namen des Besitzers nur deshalb nicht laillige, weil mir die Composition in ganz
        

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