Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203422
angebliche 
und 
YVirkliche 
Steinschneider 
Gemmeninschriften. 
385 
dem Pegasus auf dem Helme, an Welcher er, allerdings ohne die Gemme oder 
einen Abdruck gesehen zu haben, die Inschrift FNAIOZ wegen der Form des 
E für modern hält. Nach Raspe 9699, der den Kopf Alexander nennt, hat die 
Inschrift zwar das runde G; allein auch er bezeichnet die Arbeit als neu, wahr- 
scheinlich ein Werk des Constanzi. 
Ein Chalcedon mit dem Kopf des Herakles und der Inschrift IINAIÜC 
(Raspe 5439; Lippert I, 527) ist Wahrscheinlich die von Natter (Methode, pref. 
p. XXX) erwähnte Copie der Strozzfschen Gemme von Constanzi (vgl. Verz. d. 
dresdener Sammlung Nr. 289). 
Auf einem Stein der de la Turbidschen Sammlung ist das Brustbild einer 
Muse dargestellt, vor ihr auf einer Säule eine tragische Maske, hinter ihr ein 
Thyrsus und die Inschrift: Visconti Op. var. III, p. 405; Baspe 3506, pl. 33; 566 
Cades II, A, 439. Obwohl Visconti die Arbeit für alt und des Namens, den sie 
trägt, würdig erklärt, so steht doch Köhler S. 168 nicht an, sie für einen m0- 
dernen Betrug zu halten und seinen Verdacht theilt Clarac S. 80, wohl wegen 
der Unzuverlässigkeit der Sammlung, in welcher sie sich befand. Ich habe 
dabei noch zu bemerken, dass auf einem mir vorliegenden, sehr guten Cades'schen 
Abdrucke die wenig saubere Inschrift nicht einmal correct IINAIOYIautet, son- 
dern klar und deutlich die Form NAIOY zeigt. 
Lippeit II, 4-23 erwähnt einen Kopf des Alcäus auf einem Carneol als ein 
Werk des Gnäus; II, 182 einen Theseus, der mit dem von Baspe 11671 Anti- 
nous genannten Kopfe mit der Inschrift I"NAIOC' identisch scheint; Raspe 10649 
einen Brutus mit gleicher Inschrift (nach Lippert II, 526: Lucius Vettius). 
Hierzu kommen: Carneol, Kopf einer Schwester des Caligula, unten FNAIOC: 
Tölken Verzeichn. S. 329, N. 151. Das Gesicht hat nach dem Berichte eines 
Freundes etwas Elegantes und zugleich Gedunsenes; die Haartracht ist auf- 
fallend und die Aehnlichkeit mit einer Schwester des Caligula nicht hinlänglich 
begründet.  „Beiter zu Pferd, einen Eber (nach Stephani bei Kühler S. 332 
einen Bären) durchbohrend, unten eine liegende Figur mit Pantberfell, Thyrsus 
und Stiefeln; trotz der Inschrift FNAIOY höchst verdächtig, Nicole": Neapels 
ant. Bildw. S. 398, 1.  Kopf des Mercur, im Besitz Pullini's zu Turin: [Millin 
Voy. en Savoie t. I, p. 321]; Dubois bei Clarac p. 80.  Ein Stein einst im 
Besitz des Marquis de Dree: [Cata]. pl. III, A]; Dubois bei (Ilarac. Pferdekopf, 
 AIOY, Fragment, von dem Dubois einen Abdruck besitzt: Clarac p. 79. 
Copien des Strozzfschen Herakles finden sich bei Gori Dact. Smith. I, t. 23; 
de Jonge p. 173, 1; bei Baron Roger: Dubois bei C-larac; ferner wohl auch bei 
Worlidge Gems 34-, in Besitz Lord Clanbrasifs; Copien des sich salbenden Ath-  
leten bei Raspe 7938 u. 39; des Athleten mit dem Schabeisen bei Dumersan 
Hist. du cab. des med. p. 92, n. 498. 
Hellen. 
Schon bei Fulvius Ursinus (Illustr. imag. 64) ist ein Garneol publicirt, auf 
welchem das Brustbild des (Antinous? als) Harpokrates dargestellt ist; hinter 567 
dem Kopfe findet sich die Inschrift EZAAI-IN: Stosch t. 37; Bracci II, t. 77. 
Die Arbeit des Bildes wird von Köhler S. 57 nicht nur als antik anerkannt, 
sondern auch als auf das schönste, mit einer unbeschreiblichen Zartheit be- 
ßndigt gelobt. Dagegen soll die Inschrift (vgl. auch S. 110) ein Zusatz aus der 
Brunn, Geschichte der griechischen Künstler. II. 2. Aufl. 25
        

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