Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203345
Wirkliche 
und 
Steinsuhneider 
an geblich e 
Ckennneninschrifton. 
377 
Arbeit Jeuffrofs mit des Aulos Namen: Dubois).  Kopf des Laokoon: Du- 
mersan Descr. des antiques de la bibl. roy. p. 72 (ob : Histoire du cab. des 
med. p. 102, n. 807?)  Kopf des Maecen mit der Inschrift 411211101", Garneol 
des Lord Greville: [Spilsbury pl.  Baspe 1074-2.  Bei Cades lV, A, 157 
finde ich einen behelmten Kopf von weichem modernen Ausdruck. 
Endlich bleiben noch mehrere Darstellungen ganzer Figuren und Gruppen 
übrig. Die bekannteste derselben Endet sich auf einem Carneol, der aus Vet- 
tori's Besitz in die Townley'sche Sammlung und später in das britische Museum 
übergegangen ist: Venus halbnackt auf einem Felsen sitzend, lässt auf ihrer 
rechten Hand ein Stäbchen balanciren; ein kleiner Amor schwebt mit aus- 
gebreiteten Armen auf die Hand zu; im Abschnitt  Vettori Dissertatio 
glyptographica, Titelkupfer; Bracci I, t. 81; Lippert I, 289; Raspe G320 (Copie: 
6322): Cades I, K, 52. Dass wir es hier mit einer antiken Gomposition zu thun J 
haben, hat Stephani (bei Kühler S. E530) bemerkt und lehren z. B. die antiken 
Pasten bei Winckelmann Descr. II, 573; 574. Aber allerdings beweisen diese 
Vergleichungen nichts für das Alter des Steins, der im Gegentheil nach den 
Pasten copirt sein könnte. Die wenig geschickten Veränderungen der Compo- 
sition, durch welche vor dem Kopfe der Figur eine grosse Leere entsteht, so 
wie eine gewisse äusserliche, correcte Eleganz machen dies sogar wahrschein- 
lich. Was die Inschrift anlangt, so ist dieselbe, treilich unter heftigem Wider- 
spruche Braccfs (l, p. 167), von Winckelmann a.  O. für modern erklärt worden; 
und auch Visconti Op. var. ll, p. 187 zweifelt an ihrer Echtheit.  Eine tlopie, 
wahrscheinlich von Natter, erwähnt Raspe 6322.  Eine andere, in der die 
Venus zur Danae umgestaltet ist, mit dem Namen des Aulus: 411.10 )f, ist eben- 
falls von Natter: Methode, 131er. p. XXX; Cades XXll, P, 15.  Nur durch 
Raspe 2322 ist bekannt: Mercur mit einem Widderkopf in der Rechten, einem 
Füllhorn in der Linken, vor einem Cippus mit einer Urne; Aylzlo),  Ein 
anderer Mercur mit dem Bacchuskinde auf einem Hyacinth ist aus der de 
Thomsschen Sammlung (V, 23) in die niederländische übergegangen. Die ln- 
schrift _.elY_xlOf7' wird jedoch von der Jonge Notice p. 145, n. 13 für modern ge- 
halten.  Pan und Olympus auf einem Sardonyx der Becläschen Sammlung 
wird von (llarac p. G2 unter den wenig zuverlässigen Werken mit dem Namen 
des Aulos erwähnt; eben so Leda, halb liegend, mit dem Schwan, darüber 
 eine Composition, die mehrfach von modernen Künstlern wiederholt 
zu sein scheint: Baspe 1211, pl. 21.  Auf einem Garneol der Pulzkyschen 
Sammlung mit der Darstellung des Herakles Nikephoros wird der Name Aulos 
vom Besitzer selbst für einen Zusatz des vorigen Jahrhunderts gehalten: Ger- 
hardls Arch. Anz. 1854, S. 4-32.  Die Echtheit der Inschrift (11110); aufeinem 
Stoschischen Schwefel, eine mit einer Libation beschäftigte Frau darstellend, 
Wird von Baspe 8357 als zweifelhaft bezeichnet. Unrichtig vermuthet Clarac, 
dass dieses Bild nicht verschieden sei von dem eines Carneols im Besitz des 
Barons von Gleichen, welches Nlurr, Bibl. glypt. p. 51 kurz beschreibt als (las 
einer Frau, die den Fuss auf einen Priap setzt oder vielmehr vor einer Priap- 
herme die Sandale an ihrem linken Fusse befestigt. Denn hier lautet die In- 5- 
schritt AYJOC. Doch ist auch dieses mir durch einen Gadesschen Abdruck be- 
kannte Bild schwerlich antik.  Eben so wenig ist das mir ebendaher vorliegende
        

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