Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203332
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Äexnllmzllschneider. 
Percy, jetzt in der Beverleyechen Sammlung: Bracci l, t. 35; Raspe 5467 
Gades III, A, 19, ist wahrscheinlich derselbe, den nach Braccfs Angabe (p. 171: 
Pichler für ein Werk des (lostanzi hielt. Arbeit und Ausdruck erscheinen durch- 
aus modern. 
Von Bildnissen ist zuerst das eines ltlannes mit in die Höhe gerichtetem 
Blicke auf einem Sard der pariser Sammlung zu nennen, in Welchem Stosch 
den Ptolemaeus Philopator, Bracci den von Alexander zum Könige von Sidon 
erhobenen Abdalonymos erkennen wollte: eine willkürliche Benennung, die ver- 
anlasst ist durch die zu beiden Seiten des Kopfes roh eingeschnittenen kleinen 
Figuren eines Hirten und eines Ochsen, durch Welche seine Erhebung vom 
Landmann zum König bezeichnet sein sollte. Die Inschrift  findet sich 
 in grossen Buchstaben unter dem Halse: Stosch t. 19; Äläracci I, t. 40; Mariette II, 
pl. 87; Winck. Descr. lV, 81; Lippert II, 232; Raspe 9801; Cades IV, A, 82. 
Köhler (S. 193) nennt den Kopf eine gute alte Arbeit, dem aber in neuerer 
 Zeit von ungeschickter Hand die beiden Figuren und vielleicht noch später die 
Inschrift hinzugefügt sei. Ich vermag dieses Urtheil nicht als richtig anzu- 
erkennen. Der Styl des Kopfes erscheint vielmehr mir, wie Raspe. sehr mittel- 
mässig, indem bei einer grossen Verblasenheit in der Behandlung des Fleisches 
die scharfen Bezeichnungen einzelner Umrisse, wie des Haares nur unangenehm 
wirken können. Die Nebentiguren und die Inschrift würden aber gerade von 
einem modernen Fälscher nicht in so ungeschickter roher Weise behalindelt 
worden sein, während sie sich von der Arbeit des Kopfes wohl durch das Maass 
der Ausführung, nicht aber in der Behandlung des Schnittes unterscheiden. 
Wenn ich demnach nicht umhin kann, das Ganze für eine alte Arbeit zu halten, 
so muss ich mich doch theils wegen des geringen Werthes der ganzen Arbeit, 
namentlich aber wegen der Grösse der Inschrift gegen die Annahme eines 
Künstlernamens erklären. Für nicht ursprünglich hält übrigens die Inschrift 
auch Dumersan: Hist. du cab. des. med. p. 89, n. 422; und unmöglich scheint 
553 es allerdings nicht, dass sie, wenn auch in alter Zeit, doch erst später dem 
Bilde beigefügt ist.  Ein Kopf, angeblich des Sextus Pompeius mit einem 
Schiffsschnabel und der Inschrift AlQßlO l" ist nur durch Raspe 10813 bekannt. 
 Einen Garneol mit dem Kopfe des Augustus in jugendlicher Bildung mit der 
Inschrift AYAOY (Lippert II, 577; Raspe 11035) bezeichnet Köhler (S. 166) als 
eine saubere, fleissige, aber nicht antike Arbeit. Einen andern Augustuskopf 
giebt Raspe 11033 nach einem Stoschischen Schwefel.  An einem Kopfe des 
Tiberius auf einem Carneol des Museum Pourfales scheint Dubois (Catal. Pourt. 
p. 161, n. 1108) wenigstens die Echtheit der Inschrift AIQIOI" zu bezweifeln. 
 Ebenfalls für eine neue Arbeit erklärt Köhler S. 165 einen Sardonyxcamee 
mit dem Kopfe eines unbekannten, von Bracci (I, t. 4-1) für einen Caracalla ge- 
haltenen Mannes mit der vertieft geschnittenen Inschrift JYQ-IOY. Sofern die- 
selbe auch im Original, wie in Braccfs Kupfer rückläufig geschrieben wäre, 
würde allerdings an ihrem neuen Ursprunge nicht zu zweifeln sein. 
Zu diesen Köpfen gesellen sich noch einige andere, welche Clarac (p. 62) 
als dem Aulos beigelegt, aber verdächtig anführt: Kopf des Ceres, (farneol, einst 
in der Sammlung des Marquis de Dree [Gata]. pl. 167].  Kopf eines Fauns, 
Nicolo im Besitz eines Herrn Beck.  (Faun, Copie nach dem des Nicomachos,
        

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