Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1203279
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nahe, dass an deren Richtigkeit kaum zu zweifeln ist." Das Letztere kann ich, 
wie gesagt, noch keineswegs für ausgemacht halten. Was ich selbst aber oben 
(S. 308) über die Stellung von Inschriften unter dem Abschnitte des Halses be- 
merkt habe, ist noch nicht so gegen jeden Zweifel gesichert, dass dadurch die 
Möglichkeit der Beziehung des Namens auf einen Künstler vollkommen aus- 
geschlossen wäre.  Einen modernen Stein mit dem Namen des Agathangelos 
unter der Darstellung eines Opfers erwähnt Dubois bei Clarae S. 11. 
Agathon.  
Beryll im Besitz Algernon Percy's: Bacchus mit Thyrsus und Becher, AI LJGJCJZNT: 
Raspe 4273, der die Inschrift einfach anführt, ohne sie auf einen Künstler zu 
beziehen, was erst durch Glarac und im Anschluss an ihn im G. I. 7134- ge- 
schehen ist. Ueber das Bedenken, welches der Nominativ erweckt, vgl. oben S. 305. 
Alexas. 
Nachdem der Name des Alexas zuerst in Verbindung, aber freilich unantiker 
Verbindung mit dem des Quintus (Köfvrog HÄsEä, w. m. s.) in einer Gemmen- 
inschrift bekannt geworden war, kam er für sich allein auf einem Garneol der 
Stoschischen, jetzt der berliner Sammlung zum Vorschein. Dargestellt ist der 
wie zum Stosse ausholende sogenannte Frühlingsstier mit der lnschrift zlglEEA 
zwischen den Füssen: Winck. Descr. ll, 1603; Raspe13104; Gades XV, O, 110; 
Tölken Verzeichn. p. 24-2, n. 14-16; C. I. 7143. Allein schon Bracci (I, p. 41) 
hatte Verdacht gegen die Inschrift, welchen Stephani (Angebl. Steinschn. S. 229) 
und eben so Panofka (Gemm. m. Inschr. N. 19) theilen. Erst kürzlich sind zu 
diesem einen Beispiele noch zwei andere gekommen, beide der Pulszky'schen 
Sammlung angehörig: Gerhard Arch. Anz. 1854, S. 432. Es sind: "ein Onyx- 
camee, einen Seedrachen mit einem Ruder vorstellend, mit dem erhaben ge- 
schnittenen Namen ÄJIEEZI. Die Hälfte des Steines ist abgebrochen"; ferner 
544 ein durch Feuer gelrübter Sarder, darstellend einen Löwen in kühner Ver- 
kürzung mit der Inschrift 
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F. v. Pulszky sagt nun zwar von dem Gamee: „Entweder ist der Stein ganz 
falsch oder der Name des Künstlers hinlänglich begründet. Ich habe nicht den 
geringsten Zweifel über die Echtheit des Steins, doch würde ich ihn gern der 
Untersuchung jedes Ilyperkritikers unterwerfen"; und hinsichtlich des Sards 
beruft er sich auf das Zeugniss eines an römischen Anschauungen erfahrenen 
Kunstfreundes (Braun's), welcher an der Echtheit der Gemme sowohl, als der 
Inschrift keinen Zweifel gehabt habe. Aber, wenn sieben unedirte Steine mit 
Künstlerinschriften in einer und derselben Sammlung (s. S. 313) Verdacht er- 
regen müssen, so wird dieser in Betreff des Camee durch den fragmentirten 
Zustand, in Betreff des Sards durch die in neuerer Zeit mehrfach wiederholte 
Darstellung (vgl. Kühler S. 159) verstärkt. Demnach liegt es in diesem Falle 
nicht dem Zweifler ob, die Unechtheit, sondern dem Vertheidiger, die Echtheit 
nachzuweisen. 
Noch mag erwähnt werden, dass auf einem Stoschischen Schwefelabdruck 
bei Raspe 1440 sich neben einem Serapiskopf die Inschrift AAGEA findet. Die 
grossen derben Buchstaben des nachlässig gearbeiteten, wenn auch wahrschein-
        

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