Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199805
lygm 
und 
seine 
Zeitgenossen. 
blPISSteS und ganz verfallenes Schattenbild. Ebenso erscheinen die Fische im 
Achemn ganz Schatlenäftig 1). Alle diese verschiedenen Angaben sind in einer 
Beziehung durüllaus gleicher Natur: es ist in keinem dieser Falle auf eine 
eigentlich malerische Farbenwirkung abgesehen, sondern eine einzige, von dem 
Cblorit der umgebenden Figuren abweichende Grundfarbe soll der bestimmten 
einzelnen Gestalt ihren besonderii Charakter verleihen. Die eigenthümliclie 
Plerbe beruht auf der eigenthümlichen Natur der Gestalt- sie ist nicht etwas 
aus der momentanen Erscheinung der dargestellten Person,Entsprinveiides. son- 
dern etwas ihrem bleibenden Wesen dauernd Anhaftendes. o  
 Ziehen wir jetzt das Resultat. Eumaros von Athen hatte Mann und Frau 
3163er Malerei unterschieden, er hatte die Grundverschiedenheit des Colorits 
78111181" Gxechllqechter festgestellt. Polygnot ging weiter: auch innerhalb der eiii- 
 911 lesc l ht  d t d' F "b    
das Wesen deecr" älarlrlilsgtldllfenne Frersben Sdbärfiilfr äiiirieiilierioieiln dudch Clieselije 
PaUSanias nimmt natiirlich nur von den hervorstechendsterisnF"lllver Nimt 'mdn (l. 
mögen wir daraus weiter folgern dass P01 not auch minder vraellZnUl t) 12 7h' (iilc 1 
wie z. B. die Abstufunoen zwischen Knsagben- Jün lin   ÜG  nlirsc I? 161i 
gänzlich unberücksichtigt gelas e h b  d, W  gsli relsdllafter mm 
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lvangen bei den Fraueh alle etwas ihrem lvltllesen eiarlreeiitliltilmlllilcliens  sgitiiil:  
lerei auf. Endlich mehrte er in dem SClIIIIÜCkBIIdBIT B  k  d K f 
bedeckllngen, den Reichthum und die Manni falti keiilvdi-li" Farbdzdii elll boijll 
Zeigt Sich also bei Pol r not ein lebl tt it  f" d' B d. e .elda 
Farbe, Welcher die bilgl darauf fizii eäwag er iiiän urd ie e eutung ei 
Wesentlich verbreiten hilft erogen eh mwanB ung er ganzen Maleyel 
Schattenwirkung noch rlirgjeng:nä1e'slf1 auc "täine eachtung, der Licht- und 
 l iim verra  
eine holachä der Zeichnung und Farbe gebuhrt in der Malerei der Composition 
fassunü (äererclleutung. Sie hängt zwar auf das Engste mit der geistigen Auf- 
g    
unabhängig Üefäigestgllten Gegenstande zusammen. Doch giebt es von dieser 
Welcher äemcKulSSi orderungen, welche einzig in dem Raume begründet sind, 
Einfluss WO eunst er zu Gebote steht. Der. Raum aber ist namentlich da von 
ist, undi h i" von dem kunstler nicht frei gewählt, sondern wo er gegeben 
Denn hielfnfn 1", wo er nur einen Theil eines architektonischen Ganzen bildet. 
diesem Ganzälesz der Maler, wenn er seine Aufgabe vollständig lösen will, sich 
tektonischen G unachst vollig unterordnen und darauf bedacht sein, den arclii- 
{Vende man Äänldgedanken auch in seinen Malereien noch weiter auszubilden. 
Selbständigkeit i tiein, dass dadurch der Maler in seiner Freiheit und seiner 
schränkung nur äelritrachtigt werde: der wahre Künstler wird aus dieser Be- 
durch das liefern ewinn ziehen. Den thatsächlichen. Beweis kann uns Raphael 
wenn nicht das {TVÄEIS er in lden Stanzen des "Vatican wirklich geleistet hat. 
Verdienst dieser 83151361828, So ist es doch das zuerst in die Augen springende 
mit einer innem N HP llngen, dass sie aus dem architektonischen Raume wie 
auch die tieferen  hervorgegangen erscheinen, dass der Künstler 
an den Raum zu ee 1? lgen Beziehungen gerade durch Idas enge Anschliessen 
g n wickeln verstanden hat. Auch die Kunst des Polygnot
        

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