Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1202534
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Die 
M ünzstempelschneider. 
K. 111i 1 45211) I , 
ganz klein auf der Vorderseite des geflügelten Helnies eines fast ganz nach 
vorn gewendeten Pallaskolafes auf einer Münze von Velia, deren Rückseite den 
gewöhnlichen Löwen mit der Inschrift  zeigt: R. R. III, 21. Die 
von R. Rochette gegebene Lesung K411i 114152111)" wird bestätigt durch mehrere 
Exemplare: Mus. Borb. V, t. 49, n. 9; [Sestiniz Mus. Fontana, P. III, t. 1, iig. 14]; 
Payne-Knight, nurnmi vet. p. 299, A, 29; so dass KzlilzlllKfl I." bei Magnan 
Lucan. num. t. 13, 8;  bei Combe: Mus. Hunter, t. 61, f. 18 und 
Mus. brit. p. 4-5, 2 als ungenau zu betrachten sind. Wegen der Aehnlichkeit 
der Arbeit will Streber (Kunstbl. 1832, S. 162) dem Kleudoros auch die Münzen 
von Velia zuschreiben, welche bald hinter dem Kopfe der lllinerva, bald unter 
den Füssen des Löwen, bald auf beiden Seiten das Monogramm 1 oder )E 
(K111i Y) tragen. Mir scheint jedoch diese Annahme mit grosser Vorsicht auf- 
genommen werden zu müssen, weil sie eine bedeutende Modification der Grund- 
sätze erheischt, nach denen wir die Künstlernamen von denen der Magistrate 
glauben scheiden zu dürfen. 
jlIOzlOEZY), 
häufig auf Münzen von Thurium mit dem Pallaskopfe auf der einen und dem 
stossenden Stier nebst der Inschrift  HVQN auf der andern Seite: R. B. III, 22. 
Die Inschrift JIIUJUZZY) hat allerdings, um sicher für einen Künstlernamen 
zu gelten, etwas zu grosse Buchstaben. Doch spricht für die Annahme eines 
435 solchen der Ort, wo sie sich findet: nemlich auf der zu einem schmalen Streifen 
verstärkten Grundlinie, auf Welcher sich der Stier bewegt. 
NE ILIINTOE 
auf Münzen von Kydonia: weiblicher bekränzter Kopf, rechtshin, dahinter: 
NEYAN'ToZ' EHuEll; R KYÄSQN, nackter Mann stehend, der einen Bogen 
spannt, rechlshin: Eckhel D. N. II, p. 309; Mionnet descr. II, 271, n. 112: 
Suppl. lV, pl. 9, 2; ein anderes Exemplar mit sehr flüchtiger Schrift und EI! 
statt EIIUIIfI: Dumersan, descr. du cab. Allier p. 55. 
N l KANJ l I0, 
ebenfalls auf einer lllünze von Thurium, über welche J. Friedlaender (Arch. 
Zeit. 1847, S. 117: vgl. T. VIII, n. 3) folgendes bemerkt: „Behelmter Pallaskopf 
rechtshin, der Helm ist mit der Scylla geschmückt, in der ausgestreckten linken 
Hand hält sie ein Ruder, welches auf der linken Schulter aufliegt, an ihrem 
Leibe sind die Hundeköpfe sichtbar.  R Stossender Stier rechtshin, darüber 
UOYPLQN, auf einem Streifen, welcher die Base für den Stier bildet, steht 
JVIKANJH), über diesem Streifen eine Heuschrecke, unter dem Streifen ein 
Fisch.  Die Aufschrift ATIKAJNKIIIÄY) bricht so ab, obgleich der Baum es nicht 
bedingt. Die Buchstaben sind vollkommen erhalten; wäre noch ein Schluss- 
buchstabe dagewesen, so würden gewiss Spuren desselben sichtbar sein.... 
Molossos und Nikandros sind wohl gewiss Künstlernamen, die Klarheit (Klein- 
heit  der Buchstaben, die Stelle, wo die Namen wenig in die Augen fallend 
stehen, sprechen dafür. Ein anderer Grund, dass es Namen von Künstlern. 
nicht von Magistraten sind, ist folgender: die obersten Magistrate wechselten 
häufig; wenn sie daa Recht hatten, ihre Namen auf die Münzen zu setzen, so 
übten sie es alle nach einander aus, es findet sich dann eine ganze Reihe
        

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