Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199756
Maler. 
den 'I'öchtern des Lykomedes. Obwohl ich es für jetzt nicht wvage, den inneren 
Gedankenzusammenhang zwischen diesen sechs Bildern nachzuweisen, so 
schliessen sie sich doch offenbar in ihrer räumlichen Gegenüberstellung und im 
Allgemeinen auch in Hinsicht des Mythenkreises so schön zusammen, dass wohl 
nicht daran zu zweifeln ist: sie seien alle nach einem einheitlichen Plane und 
von einem und demselben Künstler entworfen worden. Die andern an jenem 
Orte befindlichen Gemälde sondert dann Pausanias von den vorhergehenden 
bestimmt ab: ypurpal öä sim xai dMm m2.    Hiermit hat denn auch die Ver- 
muthung derer ihre Erledigung gefunden, Welche (las Gemälde der Nausikaa 
dem Protogenes beilegen wollten (w. m. s). Auf das Bild der Polyxena aber 
werden wir ein Epigramm des Pollianusl) beziehen dürfen, in welchem ein 
Gemälde (nivai) mit der Darstellung ihrer Opferung fälschlich dem Polyklet 
zugeschrieben wird: 
 "zlöe [Iolvxltsiroto Ilolvfäva, oiiöä ng rZÄÄa 
Areig äötysn; roiirov öatiwviou rrivczxog. 
"Hgag ägyov döslcpdw E5, 05g nänÄnu) ÖOCyäVTOQ 
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Hocgösvrxcfg ö (Dgvyröv xstrcu öÄog ruiÄeuog. 
Die Gemälde im Pronaos des Tempels der Athene Areia zu 
Plataeae, für welchen Phidias das Ternpelbild gemacht hatte, waren von der 
Hand des Polygnot und. eines uns sonst ganz unbekannten Malers Onasias, 
dessen Namen man gegen die Autorität aller Handschriften in den bekannteren 
des nur als Bildhauer bekannten Onatas hat verändern wollen. Pausanias 
 4-, 2) giebt den Inhalt dieser Gemälde nur ganz allgemein an: Polygnot 
malte den Kampf des Odysseus gegen die Freier, Onasias den ersten Zug der 
Argiver gegen Theben. 
Die Beziehung dieser Darstellungen zu dem Tempel, wie zu den Zeitver- 
hältnissen, hat Welcker?) in folgenden Worten sehr schön aufgefasst: „V0r 
Theben ging das ganze angreifende Heer unter, und Odysseus unterdrückte 
26 die Feinde im eigenen Hause, wie die Hellenen bei Plataeae die in das Heilig- 
thum eingedrungenen und auf ihrem Boden frech sich festsetzenden Perser. 
Den beiden Niederlagen solcher, die rechtmässigen Besitz gewaltsam und über- 
müthig an sich zu reissen trachteten, wird der Untergang der Perser verglichen, 
und Pallas ist's, welcher, wie der Sieg überhaupt, auch diese neueste Thebais 
und Freiermord verdankt wirdß 
Von Gemälden in Thespiae hat sichnur bei Plinius (35, 123) eine 
beiläufige Erwähnung erhalten. "Pausias malte auch Wandgemälde mit dem 
Pinsel zu Thespiae, als die einst von Polygnot gemalten wieder hergestellt 
wurden, doch meinte man, dass er bei der Vergleichung um vieles den Kürzern 
gezogen, weil er in einer ihm fremden Malart (Pausias war Enkaust) sich in 
' den Wettstreit eingelassen habe." 
In Rom sah man von Polygnot ein Gemälde in dem Porticus vor der 
Curie des Pompeius. Man zweifelte, ob eine Figur mit dem Schilde im Herauf- 
Anall. 
440, 
Allg. 
Zeit. 
1836,
        

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