Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199722
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seine 
Zeitgen: 
15861]. 
Darstellung' selbst bemerkt Pausanias, dass der Kampf noch nicht vollkommen 
entbrannt war, sondern erst begann und man eben zum Handgeinenge kam. 
Ueber das Gemälde der Amazonenschlacht wissen wir aus Pausanias nur, 
dass Theseus unter den Athenern war, so wie aus Aristophanes (Lys. 678), dass 
die Amazonen zu Boss kämpften. 
In dem Bilde der Einnahme Ilions war bei dem Bathe der Könige über 
den Frevel des Aias auch dieser selbst gegenwärtig und unter andern Kriegs- 
gefangenen auch Kassandra. Dass Laodike unter dem Bilde der Elpinike, der 
Schwester Kimon's, dargestellt war, ist schon früher erwähnt worden. Wie sich 
dieses Bild zu dem verwandten delphisclien im Einzelnen verhalte, sind wir 
leider ausser Stande anzugeben. Was Pausanias anführt, scheint mir nicht, wie 
man gemeint hat, auf eine durchaus verschiedene, sondern vielmehr durchaus 
ähnliche Auffassung des Mittelpunktes der Handlung hinzudeuten: weshalb ich 
freilich noch weit entfernt bin, das athenisclie Gemälde für eine blosse Gopie 
dES delphischen erklären zu wollen. 
Etwas ausführlicher sind die Nachrichten über die Darstellung der ma- 
rathonischen Schlacht. Böttiger1) wollte dieselbe in vier Hauptabtheilungen 
Zerlegen; allein Pausaiuias unterscheidet offenbar nur drei Scenen: 1. Beginn 
des Kampfes: Plataeer und Atliener gerathen ins Handgemenge mit den Bar- 
baYen; und hier ist der Kampf noch unentschieden; 2. Moment der Entscheidung 
im Mittelpunkte (TLi ö? äor-J njg iutxryg): die Barbaren fliehen und stossen ein- 
ander in den Sumpf: 8. Folgen der Entscheidung? als Schlussscene (äoxarat öä 
"i? YQQWÜQ): die Barbaren, im Begriffe, in die Schiffe der Phönicier sich zu 
retten, werden von den Hellenen erschlagen. Die Götter und Dämonen, welche 
den Hellenen Hülfe brachten in eine besondere Abtheilung zu versetzen, ist 
durch nichts gerechtfertigt, vielmehr werden sie im Momente der Entscheidung 
Sichtbar geworden sein. Athene als Schutzgöttin des ganzen Landes, Theseus 
als Stanimlieros, und zwar so dargestellt als ob er aus der Erde aufsteigeci 
iiaäathon, als Heros Eponymos, uribd Heraikles, als in Marathon vorzugsweise 
_11 Zuerst öttlich v     "i l ahrscheinlich nicht als 
eigentliche Iätnipfer aiilfglifässtälseoiiidiaeriieiil avlgnäeldäilsdnärwzlche durch ihre blosse 
gcrljääftlnälälg Schrecken und Entsetzen unter den Feinden verbreiteten. Dies 
mit dem Päääädßärvorzllädhen, dass Pausamausyeinen andeiii Heros, den Echetlos 
 u usdruclihch als unter den Kampfenden sich hervorthuend be- 
zeichnet 
dem äzäälcäis  Plinius (35, 57) POrtraitähnlich gebildeten Haupthelden in 
sogam (lass Sichleiireglälwaäen, gehtauä PausaniätseääcllitnhirgilcgrglMoghch  es 
holten. S0 aboe h tne iguren. in en verscii eiunben wie ei 
Hades vom Voli SC all-eckt nun die Erzahlungen der Bhetoren sind, dass Mil- 
da doch das Bilä die Ehre der Namensheischrift nicht habe erlangedkonnen, 
 eist lange nach seinem Tode gemalt wurde, so ergiebt sich 
doch aus ihnen, dass er in der ersten Abtheilung die vornehmste Stelle ein- 
Eäilnfldn nldssite; und zwar, wie er mit ausgestreckter Hand auf die Barbaren 
n eisend die Hellenen zum Kampfe auffordertet Aesch. in Ctes. p. 80 (575 B); 
m 
Arch. 
Mal. 
249.
        

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