Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1202136
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Architekten. 
sprechen die Scholien zu Lucian wohl minder genau von Alexander und seiner 
Mutter als denen, Welche den Bau veranlasst. Auffallender Weise war das Werk 
als von dem Künstler selbst geweiht durch die Inschrift bezeichnet, welche nach 
Lucian und den Scholien lautete: Ecäorparog Aeätcprivovg Kviötug äsoig owrrigatv 
ürräp rcäv nÄtniCopävwv. Auch Plinius spricht von dieser Dedication, und zwar 
so, dass sie mit dem Willen des Ptolemaeos geschehen sei. Wenn dagegen 
Lucian erzählt, Sostratos habe seinen Namen heimlich auf den Stein geschrieben, 
ihn überstrichen, und darauf den Namen dos Königs gesetzt, so dass dieser 
mit der Zeit verschwand und erst dann der seinige hervortrat, so können wir 
in dieser Erzählung; wohl nur eine Volkssage erkennen. Ueber eine spätere 
Restauration des Pharos s. unter Amrnonios.  Ausserdem erzählt Lucian (Hipp.2) 
von Sostratos noch, dass er durch Ableitung des Nil Memphis ohne Belagerung 
in die Hände des Ptoleniaeos geliefert. Endlich aber werden wir den von Pli- 
nius (341, 51) unter der l13ten Olympiade angeführten Bildhauer für identisch 
mit dem Architekten halten dürfen. 
W Spintharos 
380 aus Korinth war Architekt des Tempels zu Delphi. Der alte war 01.58, 1 ab- 
gebrannt. Für den Wiederaufbau sammelten die Delphier in ganz Griechen-- 
land und selbst in Aegypten; sie selbst trugen" den vierten Theil bei; die Aus- 
führung aber übernahmen die aus Athen vertriebenen Alkmäoniden tür drei- 
hundert Talente. Sie bauten ihn glänzender, als sie verpflichtet waren, indem 
sie z. B. den Pronaos aus parischem Marmor errichteten, während für den Rest 
des Tempels nur der gewöhnliche Poros verwendet wurde: Pausanias X, 5, 13; 
Herodot II, 180; V, G2; Schol. Pind. Pyth. VII, 9. Da die Vertreibung der Alk- 
mäoniden nicht vor das Ende des zweiten Exils des Peisistratos fällt, so kann 
der Tempel vor Ol. 60 nicht begonnen worden sein. Wann das eigentliche Ge- 
bäude vollendet ward, vermögen wir nicht anzugeben: die Sculpturen im Giebel 
wurden erst gegen Ol. 90 aufgestellt; vgl. Th. I, S. 173. Müller Arch. g 80, 5. 
C. und M. Stallius. 
Das Odeurn in Athen war im Mithridatischen Kriegebei der Eroberung durch 
Sulla (86 v. Chr.) abgebrannt: Appian. hell. Mithr. 38; Paus. I, 20. Etwa 
25-30 Jahre später ward es von Ariobarzanes Philopator (reg. 65-52 v. Chr.) 
wiederhergestellt, wie wir aus Vitruv (V, 9, 1) und einer griechischen Inschrift 
(C. J. gr. 357) erfahren, welcher zufolge C. und M. Stallius und Menalippos 
diesem Könige als ihrem Wohlthüter eine Statue errichten: xaraorccöävrsg 151i 
aüruü ärri rljv roü Yltösiov xaraazevrjv. Hiernach lässt sich allerdings nicht 
sicher bestimmen, ob die genannten Männer wirklich Architekten waren, oder 
ob sie nur die Bauverwaltungsbehörde bildeten.  
Stasikrates, s. Deinokrates. 
Tarchesios,  Argelios.   
Theodoros,  
der Samier. Ueber ihn, so wie über die Genealogie und Chronologie der ältesten 
samischen Künstler ist bereits Th. I, S. 23 flgd. ausführlich gehandelt worden. 
Da jedoch die dort gewonnenen Resultate von Urlichs in einem Aufsatze "über 
die älteste saniische Künstlerschule" (Rhein. Mus. N. F. X, S. 1-29) in ihren 
wichtigsten Punkten bestritten werden sind, so ist eine weitere Begründung
        

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