Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1202114
Architekten. 
sich gegen die Anwendung des dorischen Styls für die Tempelarchitektur aus- 
gesprochen hatten, einen Pytheus nennt, so haben wir es gewiss wieder nur 
mit Pythios zu thun, welche Namensform in der That mehrere Handschriften 
darbieten.  Der Tempel der Athene war zufolge der Inschrift von Alexander 
geweiht (G. J. Gr. 2902): 
BASIAE  
ANEGHTIKIYFOZNTNAON 
 AGII-INAIAIHOAIAAI 
wahrscheinlich zur Zeit seines Zuges durch Kleinasien Ol. 111, 3. Ueher das 
in der 107ten Olympiade begonnene Mausoleum schrieb aber nach Vitruv (VII, 
praef. 12) Wiederum ein Architekt, dessen Name in den Handschriften zwischen 
Phiteus, Phyteus und Pytheus schwankt, der aber gewiss von dem Erbauer 
des Tempels zu Priene nicht verschieden ist. Endlich nennt Plinius (36, 31) 
das marmorne Viergespann auf dem Gipfel des Mausoleum ein Werk des Pythis, 
der wiederum von dem Architekten schwer zu trennen sein wird, namentlich 
da dieser bei den Ansprüchen, welche er an den Architekten stellte, sich doch 
in irgend einer andern Kunst versucht haben wird. Will man aber etwa. bei 
Plinius (so wie theilweise bei Vitruv) den Namen nicht gegen die Auctorität 
der Handschriften verändern, so bleibt immer noch die keineswegs unwahr- 
scheinliche Annahme übrig, dass schon im Alterthum der Name nicht immer 
gleichmässig überliefert worden sei. Sonach erscheint Pythios als einer der 
bedeutendsten Architekten zur Zeit Alexanders, welcher seine Tüchtigkeit theo- 
retisch durch Schriften und praktisch durch zwei ausgezeichnete Werke be- 
thätigt. Hinsichtlich der letztern verweise ich für den Tempel zu Priene auf 
Müller Arch. ä 109, 16; für das Mausoleum ebendas. 151, 1; und auf Th. I, 
S. 223, 227 u. 268. - 
Rabirius, 
bekannt aus einem Epigramrne MartiaPs: VII, 56 (vgl. auch X, 71): 
Astra polumque pia percepsti mente, Rabiri, 
Parrhasiam mira qui struis arte domum. 
 Phidiaco si digna Jovi dare templa parabit, 
Has petat a nostro Pisa tonante manus. 
Die Parrhasia domus bezeichnet die Kaiserpaläste auf dem Palatin; und hier 
sind wahrscheinlich die Prachtbauten des Dornitian zu verstehen. Bei dem 
Juppitertempel ist der Ausdruck tonante schwerlich speciell auf den Juppiter 
tonans zu beziehen, da wir von Bauten an diesem zu MartiaPs Zeit nichts 
wissen. Dagegen stellte bekanntlich Domitian den grossen capitolinischen Tempel 
glänzend wieder her, und ausserdenn errichtete er ebenfalls auf dem Capitol 
dem Juppiter custos einen neuen grossen Tempel: Tacit. hist. lll. 74; Suet. 
Dornit. 5. 
der 
weniger 
bedeutenden 
Rhoekos, s. Theodoros. 
Sarnacus 
(sofern der Name nicht etwa corrumpirt ist), einer de 
Schriftsteller über Symmetrie: Vitr. VII, praef. 14. 
Sat y ro s.  
,.Uelver das Mausoleum schrieben Salyros und Pythios 
denen 
Glück
        

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