Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1202001
H eron. 
Bei Pseudo-Kallisthenes, dem Schriftsteller, welcher für uns die älteste Quelle 
der mittelalterlichen Sagen über Alexander bildet, finden wir über die bei der 
Gründung Alexandriens thätigen Architekten folgende Nachricht (I, 31 in der 
Didofschen Ausgabe des Arrian): Djuänrsrat öä ö ldläiavöpog xat ärägtivg ägxt- 
Täxrovag 11,74; nölswg, äv utg 1711 "I-itpmv Atßvxdg, [üöanxdg] Äaröyog, xai Klsoyävryg 
imxavixtig, Aauxparingg, xal 1190216904; Dhinwättig. lfixs es zlösltqvdv Ö Tlgmv 
övdnan Üfrovoiuvv. Utirug ovveßozilsvosv Qillegdvöoq) rlir milw äz tleysltiuzv 
zrioou, äv azirzf es tiögaywyuiig rropovg xal öXs-rqytwüg äntogiäuvrag sig "niv 191i- 
Äaaoav. IiaÄsIrat öä Trrövogzot; du! rö ünoösfiat aürdv raüra (oder nach einer 
anderen Handschrift: Kaluüvrtzt ös ÜTTÖVOMUL öul 1d [rdv] ürwösigavra Attivxdv 
Tnövuyov xcalrioäctt). In der lateinischen Bearbeitung des Julius Valerius (de 
reb. gest. Alex. l, 23) lautet diese Stelle: Adhibitis autem rex architectoribus, 
qui ex arte nobiles et celebratiores habebantur, ut Cleomene de Naucrato et 
Olynthio, et Erateo, Herone etiam Libii qui cum fratre Eponemo erat, accepit etc. 361 
Hinsichtlich der kritischen Beschaffenheit des Textes muss ich auf die Noten 
C. Müllers zum Pseudo-Kallisthenes verweisen. Was die genannten Personen 
anlangt, so wird es keines ausführlichen Beweises bedürfen, dass Hyponomos 
eine blosse Personification der Sage ist, indem ünövoitvg einen unterirdischen 
Gang, Ganal oder Kloake bedeutet. Sie macht ihn zum Bruder des Heron, der 
als Wasserlaaunaeister Werke dieser Art. ausführen mochte. Heron ist nach 
Müllers Bemerkung wahrscheinlich der Grossvater des bekannten alexandrinischen 
Mathematikers dieses Namens.  Ueber Kleomenes s. unter diesem Namen.  
Krateros ist, wie Müller vermuthet, wohl kein anderer als der auch sonst be- 
kannte Krates. Als Zeitgenosse Alexanders und Ganalbauer wird derselbe bei 
Diogenes Laertius IV, 28 erwähnt. Strabo (X, p. 407) nennt ihn allerdings nicht 
Olynthier, sondern Chalkidenser: allein dieses Schwanken findet sich, wie Müller 
bemerkt, eben so hinsichtlich der Historiker Ephippos und Dionysios und er- 
klärt sich hinlänglich durch die Existenz einer makedonischen Stadt Chalkis. 
Bekannt ist dieser Krates ausserdern noch durch seine Arbeiten an den Emis- 
saren des kopaischen Sees, die, nachdem sie schon theilweise mit Erfolg ge- 
krönt waren, durch die Streitigkeiten der umwohnenden Böoter ins Stocken ge- 
riethen: Strabo l. 1., Steph. Byz. s. v. Qiövjvat. 
Hippias. 
ln dem "lslippias oder das Bad" betitelten Schriftchen preist Lucian unter den 
Männern, welche mit der Kunst der Rede und theoretischem Wissen auch prak- 
tische Tüchtigkeit verbanden, seinen Zeitgenossen Hippias, und beschreibt, nach- 
dem er seine Kenntniss der Rede, der Geometrie, Mechanik, Astronomie und 
Musik kurz berührt, zum Belege dafür ausführlich die Anlage von Thermen, 
Welche ihn zum Urheber hatte. So wenig wir dieses Werk gering achten wollen, 
so werden wir doch die Vergleichung des Hippias mit Thales, Archimedes und 
Sostratos auf Rechnung der rhetorischen Form setzen dürfen: die Beschreibung; 
Selbst dagegen hat bei dem Mangel ähnlicher Schriften wegen des Eingehens 
auf die Einzelnheiten der Anlage für uns immer ein hohes Interesse. 
Hippodamos. 362 
Ueber diesen Sophisten. welcher wegen des von ihm aufgestellten und mehr-
        

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