Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201922
Alphabetisches 
Verzeichniss. 
935 
über denselben geschrieben haben. Von den beiden Architekten, die ihn vol- 
lendeten (Vitr. VII, praef. 16), wird der eine, Demetrios, 'I'empeIdiener der Göttin, 
nicht weiter erwähnt, Paeonios aus Ephesos dagegen auch als Baumeister des 
milesischen Apnllotempels angeführt. Ueber ihre Zeit vgl. unter Theodoros. 
Ghrysippus Vettius, 
Freigelassener des Architekten Cyrus (Cic. ad fam. VII, 141), ist uns aus Briefen 
Gicerds (ad Att. XIII, 29; XIV, 9) bekannt, aus welchen hervorgeht, dass der- 
selbe namentlich nach dem Tode des Cyrus ihn bei seinen Bauten als Archi- 
tekten benutzte. 
Gleander. 
Lampridius (Oommod. 17) spricht von Thermen, welche Gleander „nomine ip- 
sius" (Commodi) erbaut habe. Aus dem Zusatze scheint mir hervorzugehen, 
dass Cleander nicht, wie man gemeint hat, der Architekt, sondern ein reicher 
Mann, etwa ein Freigelassener des Kaisers war, welcher die Kosten bestritt, die 
Ehre und den Namen des Baues aber dem Kaiser überliess.  
L. GOCCGlUS Auctus 
War der Architekt des von L. Galpurnius dem Augustus geweihten Tempels zu 
Puteoli, zufolge der noch an Ort und Stelle befindlichen Inschrift (Mommsen I. 
R. N. 2485): 
L. COCCEIVS. L. 
C. POSTVMI. L. 
AVGTVS. ARCITECT. 
Ausserdem erwähnt Strabo (V, 2415) als- sein Werk die noch jetzt benutzte und 
unter dem Namen des Posilippo bekannte Grotte bei Neapel, so wie einen an- 
dern im Auftrage des Agrippa angelegten unterirdischen Gang vom Avernersee 
nach Cumae. Dort hat sich auch noch ein Stück eines Architravs mit seinem 
Namen gefunden: Momrns. 2571 : 
L. COGC 
REDEM 
Gossutius. 
Der von den Pisistratiden begonnene Bau des olympischen Zeustempels zu 
Athen war nach ihrer Vertreibung nicht weitergeführt worden. Seine Vollendung 
unter mannigfacher Veränderung des ursprünglichen Planes unternahm Antio- 
chos Epiphanes (reg. 176-164- v. Chr.) Architekt war der römische Bürger 350 
Cossutius. Was er ausgeführt, bescheibt Vitruv (VII, praef. 15) in folgender 
Weise: cellae magnitudinem et columnarum circa dipteron collocationem epi- 
Styliorumque et ceterorum ornamentorum ad symmetriam distributionem magna 
Solertia scientiaque summa civis Romanus Cossutius nobiliter est architectatus; 
und s. 17 fügt er hinzu, dass der Bau ein korinthischer war. Ueber denselben 
Sprechen auch Polybius bei Athenaeus V, 194A; Strabo IX, 396; Livius 41, 20; 
Vellej. l, 10. Den auch damals noch nicht vollendeten Tempel beschlossen 
unter Augustus mehrere Könige auszubauen und dem Genius dieses Kaisers zu 
Weihen: Suet. Aug. 60; allein erst Hadrian führte das Werk zu Ende: Pans. I, 
18, 6; Spart. Hadr. 13.  Auf Cossutius bezieht sich wahrscheinlich eine beim 
Olympieion in Athen gefundene Inschrift einer Basis, welche vielleicht eine Statue 
desselben trug, C. J. gr. 363:
        

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