Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201895
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Architekten. 
ersten Anfänge hinaus ausgeführt wurde. Eben 
bei dem Bau des sogenannten goldenen Hauses 
Der Name des Celer Endet sich auch noch auf 
S. Agnese fuori le mura bei Rom (Fabretti 721, 
CELERI 
welches jedoch nicht über die 
so scheinen sie hauptsächlich 
betheiligt gewesen zu sein.  
einem Kapitäl bei der Kirche 
n. 4-31): 
NERONIS 
AVGVSTI. 
A (rchitect) O. 
Endlich erwähne ich noch, dass mir vom Pre. Garrucci der Abdruck eines ge- 
schnittenen Steines mitgetheilt worden ist, auf welchem zwei Portraitköpfe mit 
der Beischritt CELEB und SEVERVS dargestellt sind. Woher der Stein stammt 
und wo er sich befindet, vermag ich nicht anzugeben und wage deshalb auch 
über die Authenticität kein Urtheil auszusprechen. 
Chersiphron, 
 aus Knosos von der Insel Kreta gebürtig, war der erste Architekt des berühmten 
ephesischen Artemistempels: Strabo XIV, 640; Vitr. VII, praef. 16, cf. 12; 
345 Plin. 7, 125; 36, 95. Ueber die Zeit des Beginnes und der Vollendung; des 
Baues wird bei Gelegenheit des Theodoros gehandelt werden, und sei hier nur 
bemerkt, dass die 120 Jahre, welche er nach Plinius (a. a. O.) in Anspruch 
nahm, ungefähr durch die 50. und 80. Olympiade begrenzt werden.  Die An- 
gabe des Plinius, wonach ganz Asien sich daran betheiligt (vgl. Liv. I, 45), 
wird näher begrenzt durch Dionys von Halikarnass (IV, 25), welcher nur von 
den Ioniern Kleinasiens spricht. Der Bau ward nach Plinius auf sumpfigem 
Boden errichtet, damit er weniger der Beschädigung durch Erdbeben unter- 
werfen sei; um aber für die gewaltigen Fundamente eine feste Grundlage zu 
gewinnen, fütterte man den Boden mit Holzkohlen (weil dieselben nicht faulen) 
und Schaffellen aus. Aus Diogenes Laertius II, s. 104- und Hesychius Milesius 
de vir. illust. v. Osööwgog Wissen wir, dass die Angabe dieses Verfahrens dem 
 Theodoros von Samos verdankt ward. Der Tempel selbst war ein ionischer 
Dipteros: Vitr. III, 2, 7; die Notiz bei Vitruv IV, 1, 7 und Plinius 3G, 179 je- 
doch, wonach die ionische Ordnung hier zuerst angewendet worden sei, erweist 
sich schon dadurch als unrichtig, dass Pausanias (VI, 19, 2) in dem bald nach 
-Ol. 38 errichteten Thesauros des Myron zu Olympia ionische Säulen sah. Ihre 
Glaubwürdigkeit aber dadurch retten zu wollen, dass man sie etwa auf einen 
noch älteren Bau der halb mythischen Zeit bczöge, scheint mir bei der Un- 
zuverlässigkeit mancher ähnlichen Nachrichten über Erfindungen nicht eben 
rathsarn. Von Einzelnheiten des Baues berichtet Vitruv (X, 2, 11) die sinnreiche 
Art, mit welcher Ghersiphron die gewaltigen Säulen ohne Wagen und feste 
Strasse von den durch einen Hirten Pixodarosßntdeckten Steinbrüchen (vgl. 
Vitr. X, 2, 15) nach dem Bauplatz schaffte, indem er sie nemlich "ganz nach 
der Art unserer noch beim Ackern und beim Ghausseebau gebräuchlichen Walzen 
fortziehen liess. Dasselbe Verfahren wendete sein Sohn Metagenes auf den 
Transport der Gebälkstücke an, indem er um sie wie um eine Axe walzenartig-e 
Räder herumlegte. Hiernach werden wir Plinius (36, 96) berichtigen müssen, 
welcher auch das Legen des Gebälkes dem Ohersiphron beilegt. Auch hierbei
        

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