Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201873
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Die Architekten. 
Archedemos 
aus Thera hatte die Grotte der Nymphen auf dem Hymettos angelegt: G. J. gr. 4-56; 
Bull. delP Inst. 184-1, p. 89; Rev. arch. II, p. 427 ; Stephani: titul. graec. part. IV, 
tab. 4, in Indice Schol. Dorpat. 184-9, sem. alt. p. 6 sq. 
Archias 
aus Korinth, baute das Frachtschiff oder richtiger den schwimmenden Palast 
für Hieron II, Welchen dieser einem der Ptolemäer schenkte. Eine ausführliche 
Beschreibung dieses mit Kunstwerken reich geschmückten Baues theilt Athe- 
naeus (V, 206D sq.) aus Moschion mit. 
Archilochos 
wird in der Baurechnung des Erechtheum als Architekt genannt: Ross im Kunst- 
blatt 1836, N. 60; Stephani in den Ann. dell" Inst. arch. 1843, p. 320, 56; 324, 9. 
Da er nur einen geringen täglichen Lohn empfing, so war er offenbar nicht 
der oberste Architekt, sondern nur ein Aufseher beim Bau; vgl. unter Philokles, 
und Stephani S. 292 u. 299. 
 Archimedes. 
342 Obwehl sein Ruhm auf seinen mechanischen Erfindungen beruht und wir eigent- 
liche Bauwerke von ihm gar nicht kennen, so mag er doch hier angeführt wer- 
den, weil die Alten ihn den berühmtesten Architekten heiziihlen, wie z. B. eine 
Stelle des Ausonius (Mosella 3041) lehrt, nach welcher er als solcher in den Ima- 
gines des Varro unter die Hebdomas der Architekten aufgenommen war. 
 Ar gelios 
schrieb über die korinthische Ordnung und über den ionischen Tempel des 
Asklepios zu Tralles, den er selbst erbaut haben soll: Vitr. VII, praef. 12. Er 
lebte also mindestens nach O1. 100, da erst um diese Zeit die korinthische Ord- 
nung aufkam. Unter den älteren Architekten, welche sich gegen die Anwendung 
der dorischen Ordnung für Tempelbauten ausgesprochen hatten, nennt nun 
Vitruv (IV, 3, 1) auch einen Tarchesius. Dass hier wieder dieselbe Person, wie 
 in der ersten Stelle gemeint sei, vermuthen Schneider und Marini gewiss mit 
Recht, um so mehr, als in der zweiten der Name in verschiedener Form über- 
liefert ist. Ob aber ohne weiteres Argelios herzustellen, wage ich nicht zu ent- 
scheiden, da auch diese Narnensform bis jetzt noch nicht nachgewiesen ist. 
Aristides, s. Kleoetas. 
Artorius Primus. 
Nach der noch erhaltenen Inschrift: 
M. ARTORIVS. M. L. PRIMVS 
ARCHITECTVS 
baute er das grössere der Theater in Pompei, welches etwa der Zeit des Augustus 
angehören mag: Mommsen I. R. N. 2238. 
Asklepiades, 
Sohn des Attalos aus Kyzikos, War zufolge einer in Sarnothrake gefundenen In- 
Schrift wegen eines Tempelbaues dorthin berufen worden: G. J. gr. 2158; vgl. 2157. 
Von ihm verschieden ist ein Asklepiades, Sohn des Hilaros aus Lampsalios, 
dessen Grabschrift sich zu Madytos am thrakischen Ghersonnes gefunden hat: 
G. J. gr. II, p. 995, n. 2016 b. 
Asklepiodoros, s. Xenaeos.  
        

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