Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201683
Maler 
Herrschaft. 
Zeit der römischen 
P. Aelius Harpocration, genannt Proclus 
wird in einer griechischen Inschrift erwähnt, der zufolge ihm zu Perinth eine 
Statue errichtet wurde, wegen der Ausschmückung des Tychetempels: G. J. gr. 
n. 2024: Idyaägf [rhixy 1;' ßovlr) xai 6 örjnog ärstizqusv H6. Aihov Qflgrmxpartoava 
röv xat 1196x1011, rdv 1d Tüxawv uarowxsvotaavra. Qfllsäavöpeig oi ngaypa- 
rsvönsvot äv Hspiväag röv (Zvöptoivra dväorvyoocv retinjg Xctptv. Dass es sich um 
ein Mosaik, ähnlich vielleicht dem im Fortunatempel zu Praeneste, handelt, und 
dass Proclus selbst der Künstler war, schliesst man aus einer ebenfalls aus 
Perinth herrührenden Inschrift: G. J. gr. 2025, vgl. Rh. Mus. N. F. II, S. 397: 
Hotaoug äv nuptisom räxvnv [rfahugaa 119d rcotvrhov 
    
Yia Ämcöv (3012Ävjg 01511269011 HgöuÄov iaörsxvöv 110i, 
dyöfmhwvroürvyg [roüöe rdcpotr) Äaxcäv. 
Mit Unrecht dagegen scheint man: 
Fuscus 
für einen Mosaikarbeiter gehalten zu haben. Denn wenn es in einer Inschrift von 
Smyrna (G. J. 55123148) heisst: ürcäoxero    KÄ. Botcmog äywvoäängg Nepcäcrsccv 
orgcöostv rriv ßaarhxriv. (Doüaxog äygov rtomfastv iw Z. und darauf noch andere 
Gaben verzeichnet werden, so liegt kein Grund vor, ägyov, noch dazu ohne Ar- 
tikel oder demonstratives Pronomen, auf die Ausführung des vorhergenannten 
Fussbodens zu beziehen. 
Prostatios wird von Müller (Archäol. g 322, 4-) aus Schmidt Antiq. de 
la Suisse p. 19 als Mosaicist, aber mit einem Fragezeichen angeführt.  End- 314 
lich ist von Raoul-Rochette (Lettre a Mr. Schorn p. 209) auch 
Antiochus 
als Künstler in diesem Fache Wegen einer Stelle bei Syrnmachus (epist. VIII, 41) 
bezeichnet worden: Nunc elegantia ingenii tui et inventionis subtilitas pretianda 
est; novum quippe musivi genus et intentatum superioribus reperisti; quod 
etiam nostra ruditas ornandis cameris tentabit affligere, si vel in tabulis vel in 
tegulis exemplum de te praemeditati operis surnpserirnus. Aber die ganze Art, 
wie Symmachus die Erfindung des Antiochus preist und von ihr selbst Ge- 
brauch zu machen wünscht, deutet darauf hin, dass es sich nur um eine neue 
Art der Anwendung; oder Anordnung von Mosaiken handelt, die Antiochus, ohne  
selbst Künstler zu sein, erdacht hatte. 
Rückblick. 
Es wird keiner Rechtfertigung bedürfenl, wenn wir diesmal darauf Ver- 
zichten, nach den kümmerlichen uns erhaltenen Nachrichten über die einzelnen 
Künstler auch nur die Grundlinien einer Entwickelungsgeschichte der Malerei 
zur Zeit der römischen Herrschaft zu entwerfen. Kein einziges Werk, kein 
einziger Künstler von hervorragender Bedeutung wird angeführt, der unsere 
Aufmerksamkeit etwas länger zu fesseln vermöchte. Die Klagen über den frühen 
Verfall der Malerei, welche z. B. bei Plinius und Petronius laut werden, können 
daher von dieser Seite nur ihre Bestätigung erhalten. Die Beurtheilung; Welche 
die wenigen römischen Maler bei ihren Landsleuten fanden, zeigt zur Genüge,
        

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