Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201671
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Maler. 
Speisereste und was sonst ausgekehrt zu werden pflegt, als sei es auf den Fuss- 
böden liegen geblieben, mit kleinen, mannigfach gefärbten Würfelohen dargestellt 
hatte. Bewundernswerth ist daran eine Taube, welche trinkt und das Wasser durch 
den Schatten des Kopfes dunkler macht; andere sonnen sich und reiben sich an dem 
312 Rande des Gefässes" r Plin. 36,184. Die Zeit des Sosos lässt sich allerdings nicht 
genauer bestimmen; doch werden wir ihn wegen der Erwähnung von Pergamos in 
die Periode der Attalen setzen dürfen. Sein von Plinius laeschriebenes Werk scheint 
sehr allgemein gefallen zu haben; das lehren Stellen, wie Statius Silv. I, 3, 55: 
varias ubi picta per artes 
Gaudet humus superare novis asarota figuras; 
so wie die zahlreichen Nachahmungen: die bekannten capitolinischen Tauben 
aus der Villa Hadrians bei Tivoli: Mus. Cap. IV, 69, eine Wiederholung des 
Fussbodens, in Africa gefunden: Revue arch. Ann. I, n. XII, und eine zweite 
mit dem Namen des Künstlers: 
Heraklitos, 
Welche auf dem Aventin zu 
Bull. dell' Inst. 1833, p. 82. 
G. J. Gr. n. 6753. 
entdeckt  
Inschrift 
Rom 
Die 
jetzt im Lateran aufbewahrt wird 
lautet I-IPAICAITOEPIPFASATO 
Dioskurides 
aus Sarnos: AIOEKOYPIAHEEAMIOE EIIOII-IEEN (G. J. Gr. n. 5866 b), 
ist durch zwei in Pornpei gefundene Mosaike von grosser Feinheit bekannt: das 
eine derselben ist publicirt im Museo borbonico IV, Tav. 34- und zeigt uns drei 
maskirte weibliche Figuren nebst einem Kinde, welche zum Tamboilrin, Krotalen 
und Flöten einen Tanz aufführen. Das andere scheint das Seitenstück zum ersten 
zu bilden; denn wir finden hier ebenfalls drei inaskirte weibliche Gestalten nebst 
einem Knaben, nur dass die Scene ruhiger gehalten ist, indem die Hauptfiguren 
sitzend dargestellt sind: Winckelmann Gesch. d. Kunst XII, l, 11; vgl. Neapels 
antike Bildwerke S. 4-28, wo abweichend eine Figur als männlich bezeichnet wird. 
 Ariston und T. Flaviius. 
Im Jahre 1823 wurden an der Via Appia bei Rom unter andern Mosaiken auch 
zwei mit dem Namen der Künstler entdeckt. Das eine mit der Inschrift T. FLA- 
VIVS (fac) (von schlechter Erhaltung) liess nur einen farbig ausgeführten Apollo- 
kopf erkennen; das andere mit dem Namen des Aristo: ARISTO FAG zeigte 
drei Satyrn, welche eine Nymphe verfolgen: P. E. Visconti in den Atti dell" 
accad. pontif. di archeol. II, pag. 670. 
Zweifelhaft ist mir, 0b 
313 Methyllos und Manicos 
hier eine Stelle verdienen. Ihre Namen finden sich in einer Inschrift von Nismes, 
welche nach der älteren fehlerhaften Abschrift: 
31 E GJOIAA O3 K11): 
311110 TO YA O Yf E 1 'O 
VOfl 
Raoul-Rochette 
BIANIKOE KIEKONIAKE 
(peint. ant. inäd. p. 421) so ergänzt 
111'156) YAzIOE KAYTEEKE Y] 
AZETO TO MOYZEION 
und 
emendirt 
wird 
WIANIKOS 
KEKONI. 
4KE.
        

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