Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201610
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Maler. 
Farben g'anz angenehm, und haben eine Frische, welche ganz frei ist von aller 
sogenannten Kleinkrämerei". Als Gegenstand der Darstellung vermuthet Nie- 
buhr die Schlacht des G. Bubulcus gegen die Samniter (röm. Gesch. III, 415). 
Unmittelbar nach ihm wird: 
Pacuvius 
von Plinius (35, 19) angeführt, der bekannte tragische Dichter und Schwester- 
sohn des Ennius (lebt 534-624 d. St), von Welchem sich ein Gemälde im 
Tempel des Hercules am Forum Boarium befand. Nachher, fährt Plinius fort, 
ward diese Kunst in den Händen edler Römer nicht gefunden, erst aus dem 
Beginne der Kaiserzeit führt er Wieder einige und auch da nur sehr vereinzelte 
Beispiele an. In ähnlicher Weise klagt auch Cicero (Tusc. I, 2, 4), dass schon 
dem Fabius das Malen nicht eben zum Lobe angerechnet worden sei, Woraus es 
sich erkläre, dass die Römer so wenig bedeutende Künstler aufzuweisen hätten. 
Theodotu s. 
Spottweise wird von Naevius in der Tunicularia (Festus s. v. penis) ein Maler 
Theodotus erwähnt, welcher an den Gompital-Altären spielende Laren mit einem 
dicken Pinsel malt. Die Verse lauten nach O. Ribbecks Recension so: 
 Theodotum 
Compiles, [nuper] qui äras Compiteilibus 
Sedens in cella circurntectus tegetibus 
Lares ludentes laeni pinxit bübulo. 
Ungewiss ist, von welcher Herkunft: 
M. Plautius, 
der Maler des Tempels von Ardea, war; denn das Epigramm seiner Gemälde, 
welches Plinius 35, 115 mittheilt, hat sich noch immer nicht zu voller Be- 
friedigung herstellen lassen. Nach Sillig lautet es: 
Dignis dignu' loco picturis condecoravit 
Regina Junonf supremi coniugf templum 
Plautiu" Marcus Cleoetas Alalia exoriundus, 
Quem nunc et post semper 0b artem hanc Ardea laudat. 
Dagegen conjicirt Lachmann (zu Lucret. V01. lI, p. 216)' v. 1. Dignis digna 
loces  picturis; v. 3. Plautiu' Marctf, cluet qui Asia lata esse oriundus; Bergk 
(exerc. Plin. Il, p. 10); v. 1. Dignis digna luco p.; v. 3. Plautiu" Marcuß cluet 
Asia lata e. 0. 
Durch den Zusatz: das Gedicht sei in alten lateinischen Buchstaben ge- 
schrieben, scheint Plinius auf ein sehr hohes Alter der Gemälde schliessen zu 
wollen. Wir dürfen uns jedoch dadurch nicht zu gewagten Folgerungen Ver- 
leiten lassen. Vielmehr bleibt uns ein anderer, bisher nicht betrachteter Halt- 
punkt für eine chronologische Bestimmung: die Verse sind Hexameter, und der 
Hexameter fand erst durch Ennius (515-585 d. St.) in Rom Eingang. _Die Ge- 
mälde sind also jünger, als der zweite punische Krieg. 
Ueber Novius Plautius s. Th. I, S. 371.  
sich , 
Als 
wie 
nun 
wir 
Rom Griechenland selbst bekämpfte und unterjochte: 
schon bei den Bildhauern gesehen (Th. I, S. 374 fg.) 
wandten 
Künstler
        

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