Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201493
Maler. 
lebt haben, und da sie mit 
schon zur Zeit Alexanders. 
Nikomachos 
ZUSHIIIIIIBH 
genannt 
werden, 
vielleicht 
Theodoros. 
Wir haben hier von mehreren Künstlern dieses Namens zu handeln. Diogenes 
Laertius II, 103 nennt 1) einen von Polemon erwähnten Maler unbekannten 
Vaterlandes, 2) einen Athener, von dem Menodot geschrieben habe, 3) einen 
Ephesier, dessen Theophanes in der Schrift über Malerei gedenke. Dazu kommt 
4-) ein Samier, den Plinius (35, 14-6) mit Stadieus als Schüler des uns un- 
bekannten Nikosthenes unter den einer flüchtigen Erwähnung würdigen 
 Künstlern anführt. War dieser Stadieus der athenische Bildhauer, der Lehrer 
des Polykles, so gehören er und seine Mitschüler etwa an das Ende der make- 
donischen Epoche, gegen Ol. 150. Der erste Theodoros dagegen kann als von 
Polernon erwähnt spätestens im Beginne derselben gelebt haben. Der Ephesier 
ist unbekannt. YVas den Athener anlangt, so wissen wir wenigstens etwas über 
Menodot, sofern nemlich der Menodot, welcher von ihm berichtet, derselbe Samier 
ist, welcher über die Merkwürdigkeiten von Samos und über diedes Tempels- 
der samischen Hera schrieb, wobei natürlich der Kunstwerke gedacht sein musste. 
Dies führt auf die Verrnuthung, dass der Athener Theodoros, sofern er etwa in 
Samos arbeitete oder vielleicht dorthin übergesiedelt war, mit dem von Plinius 
erwähnten Samier identisch sein könne. 
ä6 Apaturios 
aus Alabanda in Karien malte eine Scene für ein kleines Theater zu Tralles. 
Er brachte dabei Figuren statt der Säulen, Kentauren, welche das Gebälk trugen, 
Kuppeln, Dächer, Löwenköpfe als Wasserabflüsse u. a. an; und setzte darauf 
nichts destoweniger noch ein ganzes Geschoss von allerlei Bauten. Wegen der 
eleganten Ausführung fing sein Werk an Beifall zu finden, bis ein Bürger Li- 
kymnios (so liest Sillig cat. art. p. 58 statt Licinius) darauf atlfmerksam machte, 
wie die Alabandeer zum Gespött geworden, weil sie auf dem Forum Statuen 
von Athleten, in den Gymnasien von Rednern aufgestellt hätten; so möchten 
die Bewohner von Tralles sich vorsehen, dass sie nicht wegen des Unpassenden 
in der Anlage der Scene den Alabandeern und Abderiten an die Seite gestellt 
würden. Auf diese Bemerkung hin änderte Apaturios sein Werk. Vitruv, 
welcher diese Erzählung (VlI, 5) mittheilt, benutzt sie, um auf ähnliche Ge- 
schmacklosigkeilen seiner Zeit hinzuweisen; und da er sich des Ausrufes be- 
dient: Utinam dii immortales fecissent, ut Licymnius revivisceret, so kann Apa- 
 turios nicht wohl später als in der vorliegenden Periode gelebt haben. 
Aristobulos, 
„Syrus", also ein Syrier (wie es auch einen König der Juden Aristobulos gab), 
vielleicht unter den Seleuciden, wird von Plinius 35, 14-6 unter den einer flüch-i 
tigen Erwähnung würdigen Malern angeführt. 
Maler 
Rhodos. 
Obwohl die Malerei in Rhodos durch Protogenes zu hoher Blüthe gelangt 
war, so kennen wir doch keinen Maler, welcher ausdrücklich Rhodier genannt. 
wird. Dagegen finden wir unter den rhodischen Bildhauern eine ganze Reihe,
        

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