Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199647
ältesten 
Maler 
Perserkriegen. 
ander unterschieden worden sein. Wie wenig dies in den ältesten Zeiten der 
Fall gewesen sein wird, können uns wiederum die Vasen alten Styls zeigen, in 
denen z. B. der Gegensatz von Jüngling und Mann kaum irgendwie eine Be- 
rticksichtigung erfahren hat.  Eine Zeitbestimmung giebt auch für Eumaros 
Plinius nicht an. Doch können wir über sie wenigstens eine Vermuthung auf- 
stellen. Plinius fährt nemlich fort: 
Kimon 
von Kleonae habe die Erfindungen des Eumaros ausgebildet. In diesen YVorten 
ist ein Schulzusammenhang zwischen den beiden Malern hinlänglich klar aus- 
gesprochen; und wir können daher Eumaros um ein Menschenalter vor Kimon 
Sätzen. Die Zeittdes Letzteren aber hat zuerst Böttiger 1) daraus bestimmt, 
däSS sich auf ihn zwei Epigramme des Simonides beziehen, welcher O1. 78, 2 
Starb 2). In einem derselben wird ausser Kimon ein Maler Dionysios genannt, 
der das Seitenstück zu seinem Gemälde lieferte; und dieser ist wahrscheinlich 
der Kolophonier, der Zeitgenosse des Polygnot, zu dessen Nekyia ebenfalls 
Simonides die Inschrift dichtete. Mochte nun allerdings Kimon mit diesen 
Künstlern sich nur in so fern berühren, als sein Alter mit ihrer Jugend zu- 
sainmentraf, so werden wir doch annehmen müssen, dass er noch bis gegen 
die Zeit der Perserkriege thätig war, wonach dann Eumaros zwischen die 6Oste 
bis 7Oste Olympiade fallen würde: eine Zeit, in welcher auch in der Sculptur 
sich die verschiedenen Stylarten mit grösserer Schärfe zu sondern beginnen. 
Ueber die künstlerischen Verdienste des Kimon aussert sich in ziemlich 
allgemeinen Ausdrücken zuerst Aelian S): ,.,Kim0i1 von Kleonae (wie statt Konon 
schon längst verbessert ist), bildete, wie erzählt wird, die Malerkunst aus, die 
damals noch eben in der ersten Entwickelung; sich befand und ohne Kunst und 
Erfahrung Von seinen Vorgängern ausgeübt ward, überhaupt gewissermassen 
noch in den Windeln und an der Mutterbrust lag: Weshalb er auch eine reich- 
liohere Bezahlung als seine Vorgänger empfing." Weit bestimmter spricht Pli- 
nms 4)! „Er erfand catagrapha (was durch obliquas imagines übersetzt wird); ferner 
Mannichfaltigkeit in der Gesichtsbildung, das Zurück, Aut- und Herunterblicken; 
er schied in den Hauptgliedern die feineren Theile, hob die Adern hervor, und 
grfaml in der Bekleidung die Bezeichnung der Falten und Busen." Die meiste 
chwierigkeit in der Erklärung dieser Worte hat der Ausdruck catagrapha ge- 
Sääilgtg Fnd man hat wohl darüber gestritten, 0b nicht etwa Plinius selbst das 
eine Inälesch aufgefasst habe, oder 0b nicht die Uebersetzung obliquas imagines 
bedeutet rlpolation sei. Beide Einwürfe scheinen mir unbegründet: catagrapha 
Wortes Wrilfll, und obliguae imagines ist die riehtige Uebersetzung dieses 
Antigonvos (llllr den Beweis die Erzählung des Plinius 5) über ein Portrait des 
lefert, welches Apelles, um den Mangel des einen Auges zu ver- 
1 Ar -l   
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n 78   Auwlufzg, 311 011d", Äglwg Aaxiöxuloqg yäiäqvysv. 
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Für di V  TPW (yegzßvrmv ößguw zloovrsmog. 
S 68) (im fränierung dfss Namens Kzjuwv in Mfznw, welche Jahn (die 
4) 3 T59, agt, Schemen mir keine zwingenden Gründe vorzuliegen. 
'59 56-  35, 90.  
polygnot. Gemälde 
3) V. H. VIII, S.
        

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