Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1201325
vom Ende des peloponn. 
Die Maler 
Krieges bis zum Tode Alexanders 
175 
warum sollten Spötter, wie diejenigen, welche das (ißgoöiarrog drrjg des Parr- 
hasios in (Yaßöoöiairog verwandelten, nicht auch einen Rhopographen zum Rhy- 
Parogralahen gemacht haben, zumal es sich nicht leugnen lässt, dass den von 
ihm dargestellten Dingen nicht selten Schmutz anklebt? S0 scheint mir der 
Spott, wie der Gattungsname ein jeder in sein Recht eingesetzt zu sein.  
Die Zeit des Künstlers ist nicht bekannt; doch gelangte diese ganze Gattung 
der Malerei schwerlich vor der Zeit Alexanders zu Ansehen. Wegen des Namens 
dürfen wir ihn vielleicht für einen Athener halten.  Derselben Kunstrichtung 
gehören an: 
Kallikles und Kalates. 
"Kleines machte auch Kallikles, eben so Kalates und zwar mit komischen Gegen- 
ständen, beides (Kleines und Grosses) Antiphilos": Plin. 85, 113. Damit stimmt 
überein, was Varro (fragm. p. 236 ed. Bip., bei Charisius ed. Lindern. p. 72) 
Sagt: ,.,Kallikles, obwohl er sich durch Bildchen in der Grösse von vier Fingern 
berühmt gemacht hatte, konnte doch im Malen nicht zur Erhabenheit eines 
Euphranor emporsteigen." Die Zusammenstellung einer Seits mit Antiphilos, 
anderer Seits mit Euphranor leitet uns auch hier wieder auf die Epoche Alex- 
anders hin. Dass man einen Kalades bei Pausanias (I, 8, 4) durch die Ver- 
änderung von yöygvg ywjwag in gwjynvg ygdtpag mit dem Kalates bei Plinius 
mit Unrecht hat identiiiciren wollen, ist schon von Schubart (Ztsch. f. Altw. 1848, 
N. 63) bemerkt worden. 
Von Antiphilos, Welcher ebenfalls in dieser Gattung der Malerei thätig 
war, ist schon früher gehandelt worden. 
Wenig bekannt sind die folgenden Künstler: 
Helena. 
„Die Malerin Helena, die Tochter Tirnons, des Aegypters, malte die Schlacht 
bei Issos (Ol. 111, 4), als Zeitgenossin dieser Begebenheit. Das Gemälde ward 
unter Vespasian im Friedenstempel aufgestellt" : Photius p. 248 Hösch., aus Pto- 261 
lemaeos Hephaestion. Ein Timo ist aus Plinius (34, 91) als Bildhauer bekannt; 
S. Th. I,- S. 368. Dass das Mosaik der Alexanderschlacht aus Pompei dem 
Original der Helena nachgebildet sei, ist zwar nicht unmöglich, lässt sich jedoch 
durch positive Gründe nicht nachweisen. 
Pyrrhon, 
der Skeptiker aus Elis, welcher O1. 99-123 lebte, war Anfangs Maler; und 
Antigonos führt von ihm ziemlich gut gemalte Fackelträger als noch im Gym- 
nasium zu Elis erhalten an: Diog. Laert. IX, 61 und 62; Suidas s. v.; Lucian 
bis accus. 25.  
Kallo, 
eine Malerin, bekannt durch ein Epigranim der Nossis, Welche um die Zeit der 
ersten Ptolemaeer lebte: Anal]. l, 196, n. 10. 
Ueber Gryllion, s. Th. l, S. 296. 
Dikaeogenes  
wie jetzt richtiger für Diogenes gelesen Wird, ist einer der Maler, welche Plinius 
nur einer flüchtigen Erwähnung würdigt. Er hielt sich am Hofe des Demetrios 
illlf, lebte also gegen O1. 120: Plin. 35, 145-
        

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