Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Maler. Die Architekten. Die Toreuten. Die Münzstempelschneider. Die Gemmenschneider. Die Vasenmaler
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199232
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1199564
Vorrede. 
hätte, durch ungünstige Verhältnisse verhindert war. Die Daktyliotheken 
von Lippert und Tassie-Raislue sind mir leider ganz unzugätnglich gewesen. 
So habe ich also in diesem Abschnitte schon Wegen des Mangels an Hülfs- 
mitteln manche lilrage ungelöst lassen müssen. 
Indessen boten sich gerade bei den Steinschneidern noch andere, weit 
erheblichere Schwierigkeiten dar, welche vollständig zu überwinden, keines- 
Wegs in meinen Kräften stand. Nach dem Erscheinen der Köhlefsclieii 
Schrift über diese Kilnstlerklasse konnte der XVissenschaft mit einer blossen 
Üolnpilation in keiner Weise gedient sein; Vorstudien aber zu einer durch- 
greifenden Behandlung, das gestehe ich offen, hatte ich früher nicht gemacht, 
und sie mich manchen Seiten hin nachträglich zu unternehmen, mangelte 
mir sogar die Gelegenheit. Da indessen selbst die thatsachliche Erfahrung 
lehrte, dass von anderer Seite schwerlich so bald der Versuch zur Lösung 
dieser Aufgabe unternommen Werden würde, so hielt ich es für meine Pfiicht, 
mein vor genauer Kenntniss des Thatbestandes gegebenes Versprechen auch 
jetzt noch zu halten, so weit es das Maass meiner Kräfte gestattete. Um 
so mehr aber glaube ich auf diejenige Billigkeit der Beurtheilung Anspruch 
zu haben, welche an erster Stelle nicht fragt, wie viel noch zu thun übrig 
gelassen, sondern wie viel vorläufig geschehen ist. YVirci durch meine Arbeit 
nur die Ueberzeugung begründet, dass auch auf diesem Gebiete eine über 
Slllöjective Ansichten hinausgehende streng methodische Forschung möglich 
ist, so irirtl eine allgemeinere Bctheiligung an derselben Verfehltes leicht 
Verbessern und unvollkommenes ergänzen. 
Mir selbst wird es natürlich am meisten am Herzen liegen, an diesen 
Theil, wie überhaupt an die ganze Geschichte der Künstler auch meiner- 
seits fortwährend die bessernde Hand anzulegen. Schon jetzt Nachträge 
und Berichtigungen zusammenzustellen, habe ich unterlassen, da es Zeit war, 
endlich einmal zu einem Abschlusse zu gelangen, der ausserlich in einer 
dem Leser und Benutzer gewiss erwvünschten Weise durch ein dreifaches 
ausführliches Register gegeben ist. 
Rom, am 6. April 1859.
        

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