Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1195612
Die 
Bildhauer. 
der Gründer der Kolonie, von Lybien gekrönt, auf einem Viergespanne, Welches 
Kyrene lenkte: Paus. X, 15, (i. 
Piso aus dem troezenischen Kalauria war an dem grossem Weihgeschenke 
thätig, welches die Lakedaemonier nach dem Siege von Aegospotamoi in Delphi 
106 aufstellten; von seiner Hand war die Statue des Abas, welcher dem Lysander 
damals weissagte: Paus. X, 9, 8. 
Von Demokritos aus Sikyon führt Pausanias (VI, 3, 5) nur die Statue 
des Hippos aus Elis an, der im Faustkampfe der Knaben zu Olympia gesiegt 
hatte. Als Künstler erwähnt den Demokrit auch Diogenes Laertius (IX. 49), 
 als Philosophenbildner Plinius (34, 87). Auf ihn bezieht sich auch gewiss fol- 
gende Inschrift: 
AYZIZ MIAHZIA 
AHMÜKPITOZ ErlOlEl 
C; Inscr. n. 725, aus Spon. bliSC. p. 138. Dass die Inschrift eine römische 
Copie sei. habe ich im Rhein. Museum N. F. Vlll, S. 285, in einem Aufsatz 
über das lmperfectum in Künstlerinschriften, nachgewiesen. Wer die Lysis 
gewesen, ob Demokrit ihre Büste oder Statue gemacht, wissen wir nicht. 
Die Familie des Aristokles. 
Wir haben bereits früher darauf aufmerksam gemacht, dass von dem si- 
kyonischen Aristokles, dem Bruder des Kanachos, ein attischer Künstler gleiches 
Namens bestimmt unterschieden werden müsse. Zwar wird dieser von keinem 
Schriftsteller ausdrücklich attisch genannt. Da indessen von seinem Sohn eine 
Statue in Athen aufgestellt war. da ferner zwei Aristokles in attischen ln- 
schriften ohne nähere Angabe des Vaterlandes vorkommen, so dürfen wir nicht 
anstehen, die ganze Familie für attisch zu halten. Als Glieder derselben finden 
wir bei Pausanias einen Kleoetas, Sohn des Aristokles 1), und einen Aristokles, 
Sohn und Schüler des Kleoetas 9). Daraus lässt sich eine zweifache Genealogie 
herstellen: 
Kleoetas  Aristokles  Kleoetas; oder 
Aristokles  Kleoetas  Aristokles. 
Dass die zweite die richtige ist, ergiebt sich aus der Vergleichung attischer 
Inschriften. ln dem attischen Dorfe Hieraka findet sich noch jetzt die von Böckh 
nach Fourmonts Abschrift veröffentlichte Inschrift 3): 
MQMQGYAMA    dväärjxöv 
ÄPÜTÜKLÜQÜFÜ Ädgnoroxkrjg ärml- 
MQZQ 170311. 
107 Offenbar ist der in dieser Inschrift genannte Aristokles derselbe, der auch 
die Grabsäule des sogenannten marathonischen Kriegers gemacht hat, welche 
bei Velanideza in der Nähe des alten Brauron gefunden wurde. Die Inschrift 
unter dem Relief lautet 4): 
EPAONAPläTOKbEOä 
1) v1, 20, 14. 2) V, 24, 
S. 3. Rangabä auf. hell. p. 25. 
Inst. 1839. 11.75. Kunstb]. 1839. 
Augustheft. 
 3) 0.1.1133; vgl. Stephani im Rhein. 
4) Stephani a. a. O. Rnngabä ant. hell. n. 
11.46 u. 92. Schöll Mittheil. S. 46. jErfrhu. 
Mus. N. F. IV, 
'21. Bull. delF 
12930401. 1838
        

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