Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1195386
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mussten Onatas und Ageladas an den YVerken arbeiten, die wegen gleichzeitiger 
Siege der Tareigtiner über barbarische NQCIIIJEFVÖIKEI" geweiht wurden. wenn 
das richtig ist, was wir weiter unten bei Gelegenheit des Onatas zu beweisen 
gedenken. 
Diese Untersuchung über das Zeitalter des Ageladas hat eine Ausdehnung 
gewonnen, welche sich nur dadurch rechtfertigen lässt, dass eines Theils mehrere 
allgemeine, für Künstlerchronologie wichtige Fragen dabei ihre Erledigung ge- 
funden haben, andern Theils eine feste Bestimmung seiner Zeit für die mehrerer 
anderer Künstler in der folgenden Periode massgebend und darum von ausser- 
gewöhnlicher Bedeutung" ist. Wiir müssen dafür leider in allem übrigen, was 
ihn als Künstler angeht, wegen der Unzulänglichkeit unserer Quellen um so 
kürzer sein.  
Seine Werke, unter denen wir auch der schon früher erwähnten noch ein- 
mal mit kurzen Worten gedenken wollen, sind folgende: 
1') Der Zeus Ithomaeos; s. 0. 
2-3) Zeus als Knabe und ein unbitrtiger, ebenfalls jugendlicher He- 
rakles zu Aegion in Achaja: Paus. VII, 24, 2. Aegion lag Naupaktos gerade 
gegenüber, nur durch einen schmalen Meeresarm davon getrennt. Die Zeus- 
bilder beider Städte waren Werke desselben Künstlers, noch mehr: sie wurden 
auf ganz gleiche Weise verehrt: jedes Jahr ward ein Priester erwählt, der das 
Bild bei sich im Hause bewahrte. An Messene, (las Vaterland der Bewohner 
von Naupaktos, knüpften sich Sagen über die Kindheit des Zeus (Paus. IV, 33,  
in Aegion sollte er von einer Ziege genährt sein (Strabo VIII, p. 387). Bei solcher 
Uebereinstiinniuiig ist es, wenn auch Pausanias darüber schweigt, gewiss höchst 
wahrscheinlich, dass der ithomaeische Zeus, ivie der von Aegion, als Kind ge- 
bildet war, wodurch es auch einen Sinn erhält, dass der Priester gleichsam als 
Pflegevater ihn bei sich im Hause hat. So erklärt es sich ferner am leichtesten, 
wie das Bild bei dem weiteren Missgeschick der Messenier doch immer in ihrem 
Besitze blieb, und endlich der Gott mit dem Volke in das Land seiner Kind- 
heit zurtickkehrte. Ich will die Chronologie des Ageladas nicht von Neuem ver- 
wirren: aber die Möglichkeit mag ich nicht abläugnen, dass der messenische 
nur eine Wiederholung, vielleicht geradezu eine Copie des Bildes in Aegion 
war, die nicht nothwendig von Ageladas selbst gefertigt zu sein brauchte. 
4) Der Herakles Alexikakos; S- 0. 
5) Eine Muse mit dem Barbiton, zusammen aufgestellt mit zwei andern 
des Kanachos und Aristokles, nach einem Epigramm des Antipater: Anall. II, 
p. 15, n. 35. Die sogenannte barberinische Muse in lllünchen, welche Winckel- 
mann für eine Copie nach Ageladas hielt, ist jetzt allgemein als Apollo Mu- 
sagetes anerkannt. 
6) R eit er und kriege-gefangene F 1' a u e n, von den Tarentinern wegen ihrer 
Siege über die Messapier nach Delphi geweiht: Paus. X, 10, G; vgl. unter Onatas. 
7) Die Statue des Anochos; s. o. 
8) Die Statue des Timasitheos;  o. 
9) Das Viergespann des Kleosthenes aus Epidamnos mit der Statue 
des Siegers und des Wagenlenkers: Paus. VI, 10, 6. Kleosthenes war der erste, 
ier wegen eines Sieges im Wagenrennen neben dem Gespanne auch seine eigene
        

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