Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1195185
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ganz klar ist dabei, 0b diese Olympiade die Zeit" der Geburt oder die Blüthe 
bezeichnen soll. Nun hat O. Müller aus armenischen Quellen mit ziemlicher 
Sicherheit nachgewiesen, worauf sich die ganze Angabe des Plinius bezieht. 
CYPHS hatte mit der Beute des Kroesus auch eine Statue des Herakles. von 
Dipoenos und SkyHiS, S0 Wie einen Apoll und eine Diana, wahrscheinlich von 
flenselben Künstlern, aus Lydien fortgeführt. Daraus folgt allerdings nur, dass 
die Künstler Schon vor der Besiegung des Kroesus (O1. 58, 3) thätig waren. 
Sehen Wir uns nun Später genöthigt (s. Kallon), ihre Lebenszeit noch bis nach 
dieser Zeit auszudehnen, so wird die öOste O1. allerdings eher die Zeit ihrer 
Geburt, als ihrer Blüthe bezgißhngn, 
VOP Ihren Werken führt 
1) _Pl1nius eine aus vier Figuren bestehende Gruppe an: „Die Künstler be- 
gaben Slch 118611 Sikyon, welches lange dieVaterstadt aller Metallwerkstätten 44 
gewesen War- Die Sikyonier hatten von Staatswegen ihnen Götterbilder ver- 
ällägen; doch ehe sie vollendet waren, gingen die Künstler, weil sie sich be- 
bälfliägttglaubten, nach Aetolien. Sofort überfiel Sikyon Hungersnoth, Unfrucht- 
t] R 1 und schreckliches Leid. Als man Abhülfe suchte, antwortete der py- 
nbche APQH, Sie werde erfolgen, wenn Dipoenos und Skyllis die Götterbilder 
Vßllendeten. Dies erlangte man durch hohen Lohn und Zugeständnisse. Es 
waren aberBilder des Apollo, der Artemis, des Herakles und der Athene, 
welches letztere nachher vom Blitze getroffen wurde." Es ist eine sehr wahr- 
scheinliche Vermuthung O. Müllerts, dass diese Statuen sich auf den von alten 
Künstlern mit Vorliebe gebildeten Dreifussraub beziehen. Natürlich waren die 
Statuen jede für sich gearbeitet, und nur in ähnlicher Weise, wie die Giebel- 
gruPPen, Zu einer Handlung vereinigt. Dagegen wage ich Müller nicht bei- 
Zustimmen, wenn er diese Bilder für dieselben hält, die sich unter der Beute 
deS Kroesus befanden. Wegen der Geschichte ihrer Entstehung mussten den 
Slkyoniern die ihrigen für besonders heilig gelten, und ich sehe nicht ein, wes- 
halb der Umstand, dass die Athene später (wer weiss, wann?) vom B1itze_ge- 
troffen wurde, dieser Verehrung sollte Abbruch gethan haben. Ich betrachte daher 
2) die Statuen im Besitze des Kroesus als ein zweites Werk. Sie 
sollen von Erz und vergoldet gewesen sein. 
3) In Kleonae sah Pausanias (II, 15, 1) ein Bild der Athene. 
 4) In Argos befanden sich im Tempel der Dioskuren die Statuen dieses 
Zwillingspaares nebst denen ihrer Söhne Anaxis und Mnasinus und der 
Mütter derselben Hilae ira und Pho eb e. Die Bilder waren von gewöhnlichem 
und Ebenholz, die Bosse ebenfalls meist von Ebenholz, einiges daran aber von 
Elfenbein (Paus. II, 22, 5. cf. Glem. Alex. protr. p. 14 Sylb.). 
5) Eine Statue des Herakles in Tirynth, und 
6) ein Xoanon der Artemis Munychia in Sikyon erwähnt Clemens 
Alexandrintis (1.  
7) Eine noch verwirrtere Notiz, als über Bupalos, hat Cedrenus (ann.p.322 B) 
auch über Dipoenos und Skyllis: "Im Palast des Lausos zu Konstantinopel stand 
auch ein Bild der lindischen Athene, vier Ellen hoch aus Smaragdstein, ein Werk 45 
der Bildhauer Skyllis und Dipoenos, welches einst Sesostris, Tyrann von Ae- 
gypten, dem lindisclien Tyrannen Kleobulos sandteft TrOtZ aller Verwirrung 
Braun. Geschichte der griechischen Künstler. 2. Aufi. 3
        

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