Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1198854
Bildhauer. 
AFAYOY oder etwas Aehnliches an seine Stelle setzen. Immer bleibt indessen 
Heraklides als Künstler der römischen Epoche sicher. Noch schwankender ist 
der Name des zweiten Künstlers : Letronne liest Agneios und vergleicht Agneius 
bei Gruter p. 34-9, 7. Doch ist auch Arneios und Apneios möglich, zwischen 
welchen Formen Raoul-Rochette sich nicht zu entscheiden wagt. 
 Archelaos, 
Sohn des Apollonios, aus Priene, ist der Künstler des unter dem Namen der 
Apotheose des Homer bekannten Reliefs im brittischen Museum: 
APXEAAOZ AITOAAQNäOY 
EITOQHZE FPIHNEYZ 
Visconti PCI. I am Ende. G. I. Gr. n. 6131, wo die BIICIIStHlDBIIfOPDIGH gänzlich 
unrichtig angegeben sind. Ob für die beiden punctirten Jota wirklich Platz 
vorhanden ist, kann ich nach einem Gypsalvgusse nicht entscheiden.  Dieses 
Relief wurde in den Ruinen von Bovillae zusammen mit der Tabula Iliaca ent- 
deckt, von Welcher sich Fragmente verschiedener Wiederholungen auch ander- 
wärts gefunden haben. Die Vergleichung derselben lehrt, dass diese nicht ver- 
einzelt stehen, sondern einem ganzen System ähnlicher mythologischer und 
historischer Darstellungen angehören. Zu diesen dürfen wir, wie Jahn (Arch. 
Zeit. 184-41, S. 301) bemerkt, auch das Fragment einer unedirten griechischen 
Marmorchronik rechnen, deren Abfassungszeit in das zweite oder richtiger in 
das dritte Jahr der Regierung des Tiberius fällt. Gerade in diesem Jahre aber 
weihete Tiberius zu Bovillae das Heiligthum der gens Julia (Tacit. ann. II, 41), 
und es ist demnach wahrscheinlich, dass wir die genannten Bildercyclen diesem 
573 Kaiser verdanken, welcher „maxime curavit notitiam historiae fabularis, usque 
ad ineptias atque derisum": Suet. Tib. c. 70. Ihre Anordnung rührt wahrschein- 
lich von Theodoros her. Lehrs hat nemlich (Rh. Mus. N. F. II, S. 354) auf 
der Rückseite eines dieser Fragmente in den auf schachbrettartigem Felde ver- 
theilten Buchstaben die Inschrift OEOAQPHOEHITEXNH erkannt (C. I. Gr. 
n. 6126), und danach ist die fragmentirte Inschrift der .Tabula Iliaca des 
Capitols: 
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gewiss richtig ergänzt worden. Wegen dieser letzten aber möchte ich Theo- 
doros lieber für den disponirenden Grammatiker, als für den ausführenden 
Künstler halten, in dessen Munde das itdds rotEw keinen guten Sinn haben 
würde. Ueber das Mythologische der ilischen Tafel vgl. Welcker kl. Schriften I, 
S. 181 flgd. Der grössere Zusammenhang dieser Bildwerke, zu welchen ausser 
den von Welcker S. 182 citirten unter andern auch noch die Darstellung der 
Schlacht von Arbela gehört (Visconti op. var. III, t. II), verdient zunächst ein- 
mal vom philologischen Standpunkte aus gründlicher erörtert zu werden. 
Als Sitz einer Kunstschule in der späteren Zeit muss Aphrodisias be- 
trachtet werden. Welche Stadt dieses Namens zu verstehen sei, lässt sich nicht 
mit voller Gewissheit entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit wird aber immer 
für die berühmteste, die Hauptstadt Kariens, sprechen. Nach Rom kamen von 
dorther folgende Künstler: 
 Aristeas und Papias machten die Statuen der beiden Gentauren aus
        

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