Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1198756
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Bildhauer. 
eigentlich griechischen Zeit setzen zu müssen, in Welcher Ehrenstatuen etwas 
Gewöhnliches geworden waren. 
Artemon. Bei dem Gymnasium des Hermes zu Athen soll sich die 
Basis einer dem Hermes Enagonios geweihten Statue gefunden haben, in deren 
Inschrift auch der Künstler erwähnt werde: APTEMQN ME EFIOIHZEN. 
558 Wegen der Fassung der Worte halt Raoul-Rochette (Lettre a Mr. Schorn, p. 230) 
den Artemon für einen Künstler der guten alten Zeit. Doch verdient bemerkt 
zu werden, dass die Inschrift einzig auf der Auctorität von Pittakis beruht: 
Descr. des antiq. dlAthenes, p. 466. 
Verdächtig und unverständlich ist das Fragment der Inschrift einer Basis 
auf der Akropolis, wo sie indessen von Niemand ausser Pittakis gesehen worden ist: 
 QJIAIHFIOY 
EHOIETOAETO 
ITOZ 
AIONYZIOY 
Pittakis Descr. des ant. d'Ath. p. 389. 
 Endlich bleiben noch einige Künstler übrig, deren Zeit sich nicht einmal 
annäherungsweise bestimmen lässt, obwohl sie für älter als die Kaiserzeit zu 
halten sind: 
Attalos aus Athen machte nach Pausanias (II, 19, 3) die Statue des 
Apollo Lykios zu Argos. Bei den im J. 1810 veranstalteten Ausgrabungen am 
Theater von Argos hat sich sein Name unter einer Statue oder einer Büste ge- 
funden. Doch ist es aus den Berichten nicht klar, ob die Inschrift wirklich 
"ArraloglivdgayoiöovHäqvocfog, oder anders lautete: Fauvel Magaz. Encycl. 1811, 
t. II, n. XVI, p. 142. Giorn. di lett. ital. t. 28, p. 86 Padova 1811; Dodwell 
tour through Greece II, 217. 
Hellas von Athen ward schon früher unter den Künstlern erwähnt, denen 
nach Vitruv zu ihrem Ruhme nicht die Tüchtigkeit, sondern das Glück ge- 
fehlt habe. 
Peisias und Lyson. In dem Rathhause der Fünfhundert zu Athen sah 
Pausanias (I, 3, 5) ein Xoanon des Zeus Bulaeos und einen Apollo von der 
Hand des Peisias und ein Bild des Demos von Lyson. Letzterer wird von 
 Plinius (34, 91) auch unter den Künstlern genannt, Welche Erzstatuen von 
Athleten, Bewaffneten, Jägern und Opfernden bildeten. 
Tel esarchid es machte eine vierköpfige Herme, welche an einem Kreuz- 
wege im Kerameikos aufgestellt war: Eglufg rsroaxärpaltog äv Kegansßxcß, Tele- 
oapxiäov ägynv,  änsyäypanro" 
Toiuj rergccxdpqvs, xaÄdv Teltsaozoxiöou äpyov,  
noivfV ögdqag   
Eustath. ad Il. (l, 333, p. 1358, 8 ed. Rom. Phot. Lex. s. v. Tgiujg rsrgaxä- 
qialtog. Ausserdem hat Raoul-Rochette (Lettre a Mr. Schorn p. 412) darauf 
559 aufmerksam gemacht, dass bei den Lexikographen auch ein tireikölnfiger Hermes 
öfter erwähnt wird: Hesych. s. v. E914. rgtxäqm; Harpocr. und Etym. Mag. 
s. v. Tptxäcp. 'E9n.; Eustath. ad. Od. A, 450, p. 1504 ed. Rom. und Hesychius 
gedenkt bei dieser Gelegenheit des vierköpfigen in einer Art, dass man ihn für 
identisch mit dem dreiköpiigen halten möchte, welcher anderswo als von Patro-
        

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