Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1198707
griechische 
Kunst zur Zeit 
römischen 
Herrschaft. 
den Peplos 
in die Schale eingiesst, Während ihre Gebieterin, hinter diesem, die den Pe 
im Nacken fasst, die eigentlich Darbringende zu sein scheint." 
Sosibios. 
Auf einer aus Rom in das Museum des Louvre versetzten llrlarmorvase 
bacchischen Reliefs liest man: 
die 
mit 
ZQEIBIOZ 
AOHNAJQZ EWO 
6170; 
Clarac 
Mus. 
sculpt. 
126, 
332. 
Athenische 
Künstler 
Griechenland. 
Eucheir und Eubulides. 
Eucheir wird von Plinius (34, 91) unter den Erzbildnern genannt, welche 
Athleten, Bewaffnete, Jäger und Opfernde darstellten. Ferner erwähnt Pausanias 
(VIII, 14-, 10), dass sich zu Pheneos in Arkadien ein marmornes Bild des Hermes 
von dem Athener Eucheir, dem Sohne des Eubulides, befand. Der Letztere aber 
wird von Plinius (341, 88) ebenfalls angeführt Wegen der Statue eines Hdigitis 
eomputans." Bedeutender jedoch ist ein Werk, welches Pausanias (I, 2, 5) als 
im inneren Kerameikos aufgestellt beschreibt. Es bestand aus den Statuen der 
Athene Paeonia, des Zeus, der Musen, der Mnemosyne und des Apollo, welche 
von Eubulides nicht nur gearbeitet, sondern auch geweiht waren. Eine weitere 
Ergänzung dieser Nachrichten bieten zwei athenische Inschriften. Die eine auf 
der Akropolis in der Nähe des Ereehtheums gefundene (jetzt im Museum des 
Louvre zu Paris) gehört einer Basis an, Welche die Statue einer Pallaspriesterin 
aus dem Geschlechte der Butaden trug, die von dem Redner Lykurg abstammte. 
Vollständiger, als sie jetzt erhalten ist, sah sie Köhler, dessen Abschrift Böckh 
C. I. Gr. I, add. p. 916, n. (566) mittheilt. Die auf die Künstler bezügliche 
Zeile lautet: 
 eÖIXEIP KAl EYBOYAIAHE EFOIHEAN 
(fUeber die Formen der Buchstaben vgl. Glarac inscr. pl. XLI, 44-3). Die zweite 
Inschrift fand sich in der Nähe des alten Dipylon zu Athen am Ausgange der 
neuen Hermesstrasse: 
 XEIPOZ KPQFIAHZ EFOIHZEN 
Boss Le monument (PEubulidäs, und Kunstbl. 1837, S. 94; Stephani Rh. Mus. 
N. F. IV, S. 32; vgl. Rangelbe Rev. arch. H, p. 4-29. Den fehlenden Anfang er- 
gänzt R055: lüüßovÄiö1yg Eübgugog Kpomiöryg ärwiqoev, Wie ich glaube, mit 
vollem Recht. Denn da wir einmal in dieser Künstlerfamilie die Namen Eubu- 
lides und Eucheir kennen, so erscheint es, wenn nicht durchaus unstatthatt, 
doch höchst unwahrscheinlich, nach dem Vorschlage von Stephani und Rangabe 
neben diesen beiden noch Ezixstgng (als Nominativtorm) anzunehmen und auf 
diesen, nicht auf Eubulides als Sohn des Eucheir die Inschrift zu beziehen. Da- 
gegen scheinen diese Gelehrten mit Recht an R0ss' anderer Annahme zu zweifeln: 
dass die Inschrift zu dem von Pausanias beschriebenen YVerke des Eubulides 
gehöre, weil man sie bei einem umfangreichen Piedestal gefunden, welches zur 
Aufnahme desselben ganz geschickt sei. Ich Wage nichts über die topographi- 
Brunn, Geschichte der griechischen Künstler. 2. Aufl. 25
        

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