Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1198699
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Bildhauer. 
Die 
[Boissard Ant. r.0m. lV, 117 hat ein Relief publicirt, auf Welchem Herakles 
auf seine Keule gestützt dargestellt ist, an Welcher unten ein Amor spielt; ihm 
gegenüber steht Silvan in eine Herme auslaufend, und zu deren Füssen ein Adler 
mit dem Blitze; zwischen Beiden sieht man einen Stern, darüber ein Mono- 
gramrn:  unten die Inschrift: 
EIEQI AAEEIKAKSZI 
FAYKQN 
Für ein Werk des bekannten Glykon brauchen wir dieses Relief allerdings nicht 
zu halten. Auffällig aber muss immer_in demselben die Verbindung bleiben, 
in Welcher hier ein Glykon mit dem Herakles erscheint, der Name des Künstlers 
550 mit dem Gotte, welchen er bildete. Die einfachste, durch die Absonderlich- 
keiten des Reliefs unterstützte Aufklärung dieses Verhältnisses bietet sich gewiss 
in der Annahme dar, dass es auf einer modernen Fälschung beruht] 
A n ti 0 c h 0 s. 
Auf einer Pallasstatue der Villa Ludovisi in Rom liest man den fragmen- 
tirten Künstlernamen: 
551 
ITIOXOZ 
immer. 
{FIOIEI 
C. I. Gr. n. 6135; Welcker Ann. dell' Inst. 184-1, p. 54- sqq. Mon. III, t. 27. 
Kriton und Nikolaos. 
Ihr Name findet sich an dem Korbe, welchen eine Karyatide in der Villa 
Albani auf dem Kopfe trägt: 
kPlTIlN KAI 
NIKOAAOZ  
AGHNAIOI EITOI 
OYN  
G. I. Gr. n. 6160. Winckelmann W. VI, 1, 102. Sie ward nebst einer anderen 
und dem Fragmente einer dritten in der Vigna Strozzi hinter dem Grabe der 
Caecilia Metella gefunden. Die Schriftzüge deuten blos allgemein auf römische 
Zeit. Da aber in der Nähe des Fundortes sich die Anlagen des Herodes Atticus 
beim Pagus triopeus befanden, so ist es nicht unmöglich, dass die Statuen zu 
einem der von ihm erbauten Gebäude gehörten. 
Salpion. 
Sein Werk ist der unter dem Namen des Taufbeckens von Gaöta bekannte 
Krater mit bacchischen Reliefs: 
ZAAHISZN 
AQHNAIOZ 
EFIOIHZE 
G. I. Gr. n. 6168; Mus. Borb. I, t, 49. Welcker Ztschr. f. alte Kunst, S. 500 
flgdd. Taf. V. Die Buchstaben, wie ich sie gebe, sind nach einem Stanni0l- 
abdrucke revidirt. Sie sind im Ganzen besser, als in allen hier aufgezählten 
Werken der Athener; doch gehört das A der Periode an, von welcher es sich 
hier handelt. Ein anderes Relief mit der Inschrift ZAAHLQN EFIOIHZE sah 
Welcker (Rh. Mus. N. F. VI, S. 403) in der Sammlung des Malers Palagi in 
Mailand; "Zeus sitzend und zwei spendende Frauen, wovon die eine dem Gotte
        

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