Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1195080
Sage 
Die 
und 
ältesten 
Künstlergruppen 
gegen 
zu gewagt, mit O Müller 1) auch den Lemnier, welchen Stephanus V011 dem 
Samier unterscheidet, für dieselbe Person zu halten. Wenigstens mangeln über 
einen ilrfywog, cävögtavrortoidg ötgimyireg gänzlich andere Nachrichten, Während 
bei dem vielfältigen Verkehr jener Inseln in alter Zeit ein Künstler leicht auf 
mehreren derselben beschäftigt gewesen sein kann. Sein Ruhm ist die Er- 
findung der Löthung des Erzes, Dazu erwarb er sich nach Plutarch 2) noch 
weitere Verdienste um Bearbeitung des Metalls, namentlich das Härten und Er- 
Vveißheü (lurch Feuer und Wasser. Von seinen YVerken ist uns nur ein einziges 
bekannt, der ehßfne Untersatz zu einem silbernen Mischgefässe, Welches Alyattes 
von Lydien nach Delphi weihte, ein Werk, so gepriesen im Alterthum, dass 
dadurch die Technik des Glaukog, Tlmimv räxmy, sprichwörtlich ward  Eine 
genaue Beschreibung desselben giebt uns Pausaniasi): „Jedes einzelne ge- 
triebene Stilßk des Untersatzes hängt an dem andern nicht durch Stifte und 30 
Nägel, Sondern einzig das Loth hält sie zusammen und bildet die Verbindung 
des Erzes. Die Gestalt des Untersatzes gleicht zumeist einem oben abgestumpften 
Thurme, der auf einer breiten Grundlage aufsteigt. Jede Seite des Untersatzes 
aber ist nicht ganz verschlossen, sondern besteht aus ehernen Querstäben, wie 
an einer Leiter die Stufen. Die aufrechtstehenden Metallstücke ferner sind an 
der äussersten Spitze nach aussen gebogen, und hierauf ruht das Mischgefass." 
Von Verzierungen in Relief erwähnt Pausanias nichts, wohl aber Athenaeus 5): 
Siööllsv ölaürö xczi rfizsig civccxstitevuv äv Aslcpofg, 05g 6370731159 19m3 dgwvv öwi 
rd äv azirqi ävrsropsivizäva Qcaöctgtcc, xat cZMa nvct Qwüqitcz xat qivrctgna ämri- 
Üwöat m, cczirqi övvdizeva, xat ugarvjgag xcct cZÄÄa oxsiiq. Zgia Wird 111111 Zwar 
auch von menschlichen Figuren in Kunstwerken gebraucht, doch scheinen die 
Diminutive, wie die Verbindung mit den Pflänzchen darauf zu deuten, dass wir 
nur an Thier- und Pflanzenornamente zu denken haben, vielleicht untermischt 
mit der Darstellung verschiedener Trinkgefässe. Unklar ist mir, was in den 
Worten ämridsadat Övvctysvce zu liegen scheint, dass ein Theil dieser Orna- 
mente beweglich gewesen sein soll. 
Was endlich die Zeit des Künstlers anbelangt, so weihte Alyattes das 
Werk des Glaukos um die 4-5ste Ol. nach Delphi, und wir würden ihn also 
ohne Bedenken in diese Zeit setzen, wenn nicht-Eusebius (nach Mafs Ausgabe) 
berichtete, dass Glaukos die Löthung in der 22sten Ol. erfunden habe. Es 
fehlen uns alle Nachrichten, diese Angabe einer Kritik zu unterwerfen, da ja 
Alyattes ein früher Vollendetes Werk nach Delphi senden konnte. Mag indessen 
Glaukos der 22sten oder der 4-5sten Ol. angehören, so bleibt doch seine kunst- 
geschichtliche Bedeutung dieselbe: nemlich durch seine Vervollkommnung der 
Metallarbeit weitere Fortschritte vorbereitet zu haben. Zu ihrer Betrachtung 
haben wir uns zunächst zu wenden. 
Rhoekos 
Theoaloros 
und 
aus Samos erfinden 
mung bedarf jedoch 
L 
um 
erst 
die öOste Olympiade 
des Beweises, da in 
den Erzguss. Diese Zeitbestim- 
Bezug auf dieselbe, wie auf die 
Awnalth. 
111, 25. 
2) de def. 
Paroemiogr. 
210 B.
        

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