Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1198144
Die Kunst 
Diadochenperiode 
Zerstörung 
Korint-hs. 
829 
Erwähnung des Polydoros bei Plinius aber ist durch die Bamberger Handschrift 
beseitigt worden, indem dieselbe anstatt dieses Namens den des Polyidus dar- 
bietet.  
Auf der Insel Capri hat 
folgender Inschrift gefunden: 
man 
eine 
Basis 
3115 
afrikanischem 
Marmor 
mit 
AOANOAOUPOZ AFHZANAPOY 
POAIOZ EHOIHZE 
C. I. Gr. n. 5870 
aus Antium: 
Eine 
zweite 
gleichlautende 
{IUS 
schwarzem Steine 
stammt 
AOANOAQPOZ AFHZADVJQOU 
POAIOZ EFIOIHZÄE 
C. l. Gr. n. 6133. Sie ist noch jetzt in der Villa Alhani vorhanden und als 
Basis einer Ledastatue benutzt, Während Winckelmann sagt, dass man von 
einer zu ihr gehörigen Statue nur ein Stück Gewand in Marmor gefunden habe 
(Mon. in. tratt. prel. p. LXXIX; Gesch. d. K. VI, 2, S. 212). Endlich Findet sich 
auf einer fragmentirten Vase ausProbierstein im Museum des Louvre die Inschrift: 
.  AQPOZ 
POAIOZ 
EFOIHZEN 
(i. I. Gr. n. 6134-. Raoul-Rochette Lettre a Mr. Schorn p. 160 und 234. Alle 
diese Inschriften sind aus verhältnissmässig später, nemlich aus der römischen 
Kaiserzeit. Die Art aber, wie die beiden ersten in grossen Buchstaben über 
die ganze Breite einer von der Statue getrennten Plinthe eingehauen sind, zeigt 
deutlich, dass sie nicht Originalinschriften sein können, denen durchgängig eine 
bescheidenere Form eigen ist. Für die Zeit der Künstler beweisen sie also 
nichts. Bei der dritten zweifelt selbst Raoul-Hochette, 0b wir es mit einem 
Künstler oder mit einem blossen Marmorarbeiter zu thun haben. 
Auf Rhodos selbst fand Ross in Lindos die fragmentirte Ehrenbasis eines 
Alexirnbrotidas mit der Unterschrift: 
. . .  . NAIOASZPOY POAIOE EFIOIHEE 
in welcher Ross (n. 9) den fragmentirten Namen 'Af)avauiöra9og, entsprechend 
der Form Zääavaia, ergänzt. Beachtung verdient endlich die Basis einer Ehren- 
statue, welche nebst anderen Ehren die Lindier dem Athanodoros, Sohne des 
Agesandros, zuerkannten: süoeßaiag Evsxa roig rmrl roüg äeoüg zai dgeräg xai. 1 
silvoiag m1 qnloöwwiiiag, äv äxcov öuxrelei sig T6 nlrjäog rö Awöimv xal 22g röv 
oüvnavra ödyov. Denn wenn auch der Name Athenodoros auf Rhodos sehr 
häuüg war, so legt uns doch der Name des Vaters Agesaiulros die Vermuthung; 
nahe, dass es sich hier wirklich um den Künstler des Laokoon handle. 
Mit Rhodos scheinen in enger Verbindung auch die Künstler von 
Tralles in Karien gestanden zu haben, weshalb sie sogleich hier angeführt 
werden mögen. 
Apollonios und Tauriskos. 
„Unter den Kunstwerken im Besitze des Asinius Pollio befand sich Zethos, 
Amphion und Dirke und der Stier und das Tau aus demselben Marmorblocke, 
von Rhodos nach Rom versetzte Werke des Apollonios und Taturiskos": Plin. 
36, 34,. Die Beschreibung passt vollkommen auf den sogenannten farnesischen 
Stier, tiber Welchen weiter unten zu handeln ist. Von Tauriskos sah man ausset-
        

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