Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1197411
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Bildhauer. 
dies nicht durchaus sicher. Eine Statue, welche die Athener dem Aesop errich- 
365 teten, erwähnt Phaedrus (lib. II, epil.). Ob diese ein Lysippisches Werk war, 
sowie 0b die noch erhaltenen Bilder des Dichters gerade auf dieses Original 
zurückzuführen sind, vermögen wir deshalb nicht auszumachen, weil auch von 
Aristodemos, einem mit Lysipp gleichzeitigen Künstler, eine Statue des Aesop 
angeführt wird. Vgl. übrigens Mon. dell Inst. III, tav. 14. Ann. 1840, p. 94 sqq. 
Auch die Erzstatue, welche die Athener dem Sokrates im Pompeion 
aufstellten, soll nach Diogenes Laärtius (II, 43) ein Werk des Lysipp gewesen sein. 
Eine Erzstatue der sikyonischen Dichterin Praxilla, welche etwa Ol. 82 
blühte, führt Tatian an: c. Graec. 52, p. 113 Worth. 
Statuen olympischer Sieger:  
Polydamas, Sohn des Nikias, aus Skotussa, berühmt wegen seiner 
Grösse und Stärke, siegte Ol. 93 im Pankration: Pans. VI, 5, 1; vgl. Afric. 
ap. Euseb. 
Troilos, Sohn des Alkinos, aus Elis, Hellanodike, siegte Ol. 102 mit dem 
Zweigespanne ausgewachsener Rosse und mit dem Viergespanne der Fohlen: 
VI, 1, 5.  
 Cheilon aus Patrae, siegte zweimal im Ringen: VI, 4, 7. Ueher die. 
Zeit seines Todes s. oben. 
Kallikrate s aus Magnesia am Lethaeos, siegte zweimal im Waffenlaufe: 
VI, 17, 3. 
Xenarches, Sohn des Philandrides, aus Stratos in Akarnanien, siegte 
im Pankration: VI, 2, 1.   
Ausserdem sah man in Olympia: 
Zwei Statuen des Pythes aus Abdera, wie es scheint, nicht wegen olym- 
pischer Siege, sondern von Soldaten wegen seiner kriegerischen.Verdienste 
errichtet: VI, 14, 12.  
Von allgemeinerer Art waren: 
Der Apoxyomenos, ein Athlet, welcher sich mit der Striegel reinigt. 
Agrippa hatte ihn vor seinen Thermen aufgestellt, von wo ihn Tiberius, obwohl 
er im Anfange seiner Regierung; den Schein eines zu eigenmächtigen Auftretens 
vermied, in seine Gemächer versetze: so grosses Gefallen fand er an dem Bilde. 
Das römische Volk war jedoch darüber so aufgebracht, dass es 1nit grossem 
Geschrei im Theater die Wiederaufstellung an seinem früheren Standorte forderte, 
und der Kaiser ihn wirklich herausgeben musste: Plin. 34, 62. In dem Apoxyo- 
866 menos des Vatican (Mon. dell' Inst. V, t. 13. Ann. 1850, p. 223-251) besitzen 
wir wahrscheinlich eine Gopie dieses Originals von Lysipp. 
Eine trunkene Flötenspielerin: Plin. 34, 63. 
Hunde und eine Jagd (von der des Alexander gesondert angeführt): 
ib. Zu einer ähnlichen Composition mochte ursprünglich der gefallene 
L öwe gehört haben, den Agrippa aus Lampsakos weggeführt und in dem Haine 
ysrcziü mit; Äiyvqg xai_ 1'017 Etlpirrov (wo T?) aufgestellt hatte: Strabo XIII, p. 590. 
Viergespanne (quadrigae multorum generum): Plin. 34, 64. 
Ein ungezäumtes Pferd von besonders lebendigem Ausdrucke, wie 
es die Ohren spitzt und einen Vorderfuss hebt, beschreibt ein Epigramm des 
Philippus (Anall. III, p. 225, n. 50.) Auf dasselbe bezieht sich wahrscheinlich
        

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