Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194987
Die 
und 
S8, 
ge 
ältesten 
Künstlergruppen 
gegen 
der bisher erwähnten Wanderungen stehen 
enthalte des Daedalos in Aegypten, über 
werden muss. 
die Nachrichten von 
welche weiter Lmten 
einem Auf- 
gesprochen 
Von der weitern Verbreitung Seines Namens erhalten wir nur durch die 
Erwähnung einzelner Werke Nachricht, und wir thun daher gut, hier zunächst 
das Verzeichniss derselben folgen zu lassen, wobei namentlich Pausanias unser 
Führer ist. Es sind folgende: 
1) Ein XOaHOn der Britomartis (Artemis) zu Olus auf Kreta (Paus. IX, 40, 2), 
auf Welches Sich auch wohl die Worte Solirfs (11) beziehen: ea aedes ostentat 
manus Daedali. 
2) Ein X0an0n der Athene zu Knosos auf Kreta (Paus.  
3) Ein kleines Xoanon der Aphrodite, unten in Hermenform auslaufend, 
aber mit Armen gebildet, da Pausanias  berichtet, die rechte Hand sei be- 
schädigt. Er meint, Ariadne habe es von Daedalos zum Geschenk erhalten und 
naßhllßr von Hause mit weggenommen, Theseus aber, als er Ariadne verlassen, 
in Delos geweiht, um nicht dadurch an sie erinnert zu werden. 
4) Ein Holzbild der Aphrodite erwähnte laut der Bemerkung des -Ari- 
stoteles (de anima I, 8) auch Demokrit wegen des eingegossenen Quecksilbers, 
das dem Bilde Bewegung verleihen sollte. Da Pausanias von diesem freilich 
unerklärten Mechanismus schweigt, so wird es wohl von dem delischen Bilde 
zu unterscheiden sein.  
5) Trophonios zu Lebadea in Böotien (Paus. ib. und IX, 39, 8). 
6) Herakles in Theben (Paus. ib. und IX, 11, 4). Daedalos soll es dem 
Herakles geweiht haben zum Danke für die Beerdigung des Ikaros. Auf die- 
selbe Veranlassung wird aber auch 
7) ein Herakles zu Pisa von Apollodor zurückgeführt (II, 6, 3. vgl. 
Hesych. s. v. ruhigen). Von diesem Bilde berichtet die Sage, Herakles habe 
es in der Nacht für lebendig gehalten und deshalb mit einem Steine darnach 
geworfen. 
8) Ein anderes von Daedalos dem Herakles geweihtes Bild hatte nach 
Pausanias Meinung früher auf der Grenze zwischen Messene und Arkadien ge- 
standen (VIII, 35, 2). 
9) Auch ein nacktes Xoanon des Herakles zu Korinth (Paus. II, 4, 5) 
ward dem Daedalos beigelegt.  
'10) Weihgeschenke von den Argivern im Heraeon (bei Argos) aufgestellt, 
so wie: 
11) ein Bild, welches Antiphemos aLls Omphake nach GeIa ver- 
setzt hatte, waren schon zu Pausanias Zeit zu Grunde gegangen (IX, 40, 41; 
VIII, 4-6, 2). 
12) Zu Athen aber sah er noch unter den Weihgeschenken des Erech- 
theum einen Klappstuhl, Welchen Sillig ohne Grund für ein Bronzewerk er- 
klärt (I, 27, 1).  
Endlich wird in dem Periplus des Skylax (p. 321 der Ausgabe von. Gail, 
die mir leider nicht zur Hand ist) ein grosser Altar des Poseidon erwähnt, 
Welcher sich auf der äussersten Spitze des Vorgebirges von Solus an der West- 
küste von Itlauretanien befand: wahrscheinlich ein alterthünuliches Kunstwerk,
        

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