Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1196815
196 
Die Bildhauer. 
Erz) zwei Knaben, die sich mit der Striegel reinigen."  Endlich haben 
wir schon bei Gelegenheit des mythischen Daedalos die Vermuthung geäussert, 
dass ein bewundernswürdiges Bild des Zeus Stratios zu Nikomedia in 
Bithynienl), so Wie ein XVerk (ein Artemisbild?) zu Monogissa in Karien 2), 
dem Sikyonier Daedalos beizulegen sei, da die in Ephesos gefundene Basis 
wenigstens von der Thätigkeit dieses Künsters in Kleinasien Zeugniss ablegt. 
Naukydes. 
Er war Sohn des Mothon und aus Arges gebürtig: Paus. II, 22, 7; VI, 
1, 3. Wenn ihn Plinius 3) in die 95ste Olympiade setzt, so kann damit nur 
seine spätere Lebenszeit gemeint sein, indem schon früher seine Schüler thätig" 
Waren. Dass er Polyklet zum Lehrer gehabt habe, wird nirgends gesagt. Doch 
ist es nicht unwahrscheinlich, dass zwischen Beiden ein ähnliches Verhältniss 
stattgefunden, wie zwischen Phidias und den Künstlern, die ihn nach Olympia 
begleiteten. Zur Seite der argivischen Hera des Polyklet nemlich soll in frühe- 
rer Zeit ein Bild der Hebe, wie jenes, von Gold und Elfenbein, aber von der 
Hand des Naukydes, gestanden haben, von welcheln man gewiss nicht ohne 
Grund angenommen hat, dass es mit der Hera gleichzeitig entstanden sei. 
Werke des Naukydes sind: die ebenerwähnte Hebe, welche zur Zeit 
des Pausanius nicht mehr in Arges vorhanden War: II, '17, 5. 
Eine Hekate aus Erz in Arges: Paus. II, 22, 7; vgl. unter Polyklet II. 
Hermes, ein Diskobol und ein YVirlderopferer werden von Plinius 
280 34, 80 angeführt. Dass der Diskobol in der Sala della biga des Vatican 4) eine 
Kopie nach Naukydes sei, ist eine Vermuthung, deren Wahrheit sich durch 
nichts erweisen lässt. 
Das Bild der lesbischen Dichterin Erinna aus Erz: Tatian c. Graec. 51, 
p. 113 KVorth.  
Von Statuen athletischer Sieger nennt Pausanias: 
die beiden des argivischen Dolichosläufers Gheimon; eine nernlich in 
Olympia, die andere aus Arges in den Friedenstempel nach Rom versetzt; nach 
Pausanias gehörten sie zu den vorzüglichsten Werken des Naukydes: VI, 9, 3; 
die Statue des Ringers Baukis aus Troezen: VI, 8, 4-; 
die des Faustkämpfers E u kl e s aus dem berühmten rhodischen Geschlechte 
des Diagoras: VI, 6, 2.  
Alypos 
aus Sikyon, Schüler des Naukydes nach Pausanias VI, 1, 3. Ausser den Statuen, 
mit welchen er bei dem grossen delphiscben Weihgeschenke betheiligt War, 
kennen wir von ihm nur Bilder olylnpischer Sieger: 1) des Ringers  
machos, Sohnes des Aeschylos, aus Elis: Paus. VI, 1, 8; 2) des Faust- 
kämpferknalaen Neolaidas, Sohnes des Proxenos, aus Pheneos in Arkadien, 
ib.; 3) des Ringerknalaen Archedamos, Sohnes des Xenios aus Elis,  
und 4) des Ringerknaben Euthymenes aus Maenalos: VI, 8, 5. 
-P01yklet der jüngere. 
Von dem älteren Polyklet scheidet ihn Pausanias mit folgenden Worten: 
Eustath 
t. '26. 
ad Di: 
Perieg, 
7913. 
Steph. 
Byz. 
Wlovöyarmu.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.