Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1196792
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BildhRLLGI. 
Diese Dreifüsse (an diesen waren nenilich die Figuren angebracht) sind grösser 
als die anderen, Wegen des messenischen Krieges geweiheten, und wurden 
wegen des Sieges bei Aegospotamoi auf-gestellt."  Zu den hier genannten 
Künstlern füge ich die Reihe der Schüler Polyklefs, wie sie Plinius 1) aufzählt: 
Polycletus discipulos habuit Argium A s 0 p 0 d 0 ru m (d. h. wie Thiersch gewiss 
richtig vermuthet, Asopodor aus Arges), Al exi m, Aristiden, Phrynonem, 
Dinonem, Athenodorum, Deinean Glitoriuni. Endlich treten mit 
diesen Künstlern nach anderen Zeugnissen auch N auk y des und Periklet in 
Verbindung. Wir haben also hier achtzehn Künstler, welche als Schüler des 
Polyklet oder wegen ihrer Thätigkeit an den angeführten Weihgeschenlzen 
sämmtlich um die Zeit der 90sten Olympiade und etwas später am Leben waren: 
Alexis Kanachos  
Alypos Naukydes 
Antiphanes Patrokles 
ßkristandros Periklet 
Aristides Phryno 
Asopodoros  Piso 
Athenodoros Polyklet 
Dameas Theoliosmos 
Dino  Tisandros 
Ueber die meisten dieser Künstler können wir kurz hinweggehen. Piso 
ist bereits unter den Nachfolgern des Kritios, The o ko srn o s unter den Schülern 
des Phidias eingeführt worden. Alexis, Aristandros, Asopodoros, 
Athenodoros, Demeas (dorisch Dameas), Dino, Tisandros werden 
ausser in den angeführten Stellen nicht genannt. 
Dem Ph r yno wollte Visconti?) eine kleine in Lokri gefundene Bronze- 
statue eines Priesters beilegen, deren marmorne Basis in alter guter Schrift 
den Namen (DPYNOZ zeigt. Die verschiedene Endung des Namens bei 
Plinius und der Mangel des Verbum änoivjoe erlauben indessen nicht, dieser 
Vermuthting beizustiminen. 
Aristides machte Vier- und Zweigespanne: Plin. 34, 72. Ein Aristides 
brachte ferner an den Schranken für das Wagenrennen in Olympia, welche 
zuerst von Kleoetas kunstreich eingerichtet waren, mehrere Verbesserungen an: 
Paus. Vl, 20, 14. Dass dieser der Schüler des Polyklet war, wird zwar nicht 
gesagt, ist aber nicht unwahrscheinlich. 
Kanachos wird von Plinius unter den Künstlern der 95sten Olympiade 
angeführt: 34', 50. Dass er Schüler des Polyklet und Sikyonier war (und als 
solcher vielleicht mit dem älteren, berülnnteren Kanachos in Familienzusammen- 
hang steht), ersehen wir aus Pausanias VI, 13, 7. Ausser den Statuen in 
Delphi kennen wir von ihm nur eine Statue des Bykelos, der zuerst unter den 
Sikyoniern im Faustkampte der Knaben zu Olympia gesiegt hatte. Daraus er- 
giebt sich, dass der sonst unbekannte Künstler Asterio, eines Aeschylos Sohn, 
später leben musste: denn sein Werk war die Statue des Sikyoniers Chaereas, 
Sohnes des Chaeremon, welcher in derselben Kampfart gesiegt hatte: VI, 3, 1, 
Mus. 
PCI.
        

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