Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1196085
Kunst 
griechische 
in ihrer 
ichsten 
Entwickelung. 
geistigen 
128 
durch die Vergleichung eleischer Münzen als sicher anzunehmen, dass der Thron 
Armlehnen hatte. Diese aber setzen eine Stütze voraus, welche in gewisser 
Weise die Fortsetzung der vorderen Füsse nach oben bildete. Dadurch ist für 
die Vertheilung der von Pausanias erwähnten Sculpturen eine doppelte Möglich- 
keit gegeben: entweder bildeten die Sphinxe die Stütze der Lehnen, und als- 
dann bleibt für die Niobiden nur Raum auf den Seitenschwingen; oder die 
Niobiden sind an den Stützen der Armlehnen angebracht und die Sphinxe ruhen 
auf denselben in der YVeise von Akroterien. Eine völlig gesicherte Entscheidung 
lässt sich hier nicht geben. Der Ausdruck 15ml rctg orpiyyag würde am besten 
auf den zweiten Fall passen. Allein es ist nicht abzusehen, wie die Niolaiden 174 
auf den Stützen der Armlehnen genügenden Baum linden konnten, während 
die Schwingen die erwünschten Maasse darbieten. So können wir wohl zu- 
frieden sein, mit den Worten des Pausanias nicht in directen WViderspruch zu 
gerathen, sofern wir die Niobitlen zwar nicht gerade unter die Sphinxe, aber 
doch auf einen tiefer gelegenen Raum, die Schwingen, versetzen. 
Von der Rücklehne des Thrones erfahren wir nur, dass Phidias auf dem 
Obersten Theile des Thrones über dem Haupte des Gottes einerseits die Chariten, 
andererseits die Horen, je zu drei bildete. Eben so kurz behandelt Pausanias 
den Fussschemel. Es befanden sich "daran goldene Löwen und des Theseus 
Schlacht gegen die Amazonen in Belief, die erste Heldenthat der Athener gegen 
Nicht-Stammesgenossen." Dass auch die Löwen nur in Relief gebildet sein 
sollten, ist für mich nicht so ausgemacht, als es Schubart 1) behauptet, da in 
den WVorten Ääovrdg rs Xpvvoüg xal, Oqaäcog änstpyaouävryv äxst izdxrjv der Sin- 
sular änuoycwyävqv keineswegs mit Nothwendigkeit sich auch aul Ääovrczg zu 
beziehen braucht. In künstlerischer Hinsicht sind gewiss rundgearlaeitete Löwen 
als Stützen des Schemels vorzuziehen.  
Endlich folgt in der Beschreibung" die Basis, welche den Thron und die 
übrige Ausschmtickung des Gottes trug. Hier wäre es besonders erwünscht, 
einigermassen das Verhaltniss ihrer Höhe zu der des Bildes bestimmen zu können, 
Weil davon ein grosser Theil der Gesammtwirkung abhängen musste. Pausanias 
hilft uns hier nur mittelbar auf die Spur, indem er die Figuren aufzählt, welche 
sich an der Basis fanden. Sie ordnen sich mit Nothwendiglseit in folgender Weise: 
D B A G E 
1. 2. 3. 2. 1. 3. 3. 2. 1. 
 sei" i?" 
A im Centrum, Alahrodite aus dem Meere aufsteigend, begleitet von Eros 
und Peitho. 
D E an den Enden, Helios und Selene, die als Schlussgruppen grösserer 
Göttervereine öfter wiederkehren 9). 
B G zwischen Centrum und Enden,  17.3 
B C 
1_ Zeus und Hera 1. Poseidon und Amphitrite. 
2. [Hephaestos und] Charis. 2. Athene und Herakles- 
33. Hermes und Hestia. 3-lAP0110 und Artemis- 
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406. 
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