Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bildhauer
Person:
Brunn, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1194573
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1195811
Die 
Bildhauer 
7) Protolaos, Sohn des Dialkes, aus Mantinea, siegte im Faustlaampfe 
der Knaben: Paus. VI, 6, 1. 
8) Eine Pan kratiastenstatue zu Delphi, mit der, wie Plinius sagt, 
Pythagoras den Myron besiegte: 341, 59. Wenn es weiter heisst: eodem (pancra- 
tiasta) vicit et Leontiscum, so dürfen wir nach v. Janls Bemerkung (im Anhangs 
zum Plinius von Sillig) dies nicht auf einen Künstler Leontiscus beziehen, 
sondern auf die schon erwähnte Statue dieses Siegers, deren Vortrefflichkeit 
Pythagoras selbst durch seinen Pankratiasten noch überboten haben soll (vgl. 
34, 92). Dem Kreise der Heroenmythologie gehören an: 
9) Perseus mit Flügeln, wie sich von selbst verstehen wird, nur an Helm 
und Füssen: Dio Chrysost. or. 37, T. II, p. 106 Reiske. 
10) Der Kampf des Eteokles und Polyneikes: Tatian. c. Graec. 541, p. 
148 Worth. 
11) Ein Hinkender, bei dem der Beschauer den Schmerz der Wunde 
mitzuempiinden glaubte, zu Syrakus. Plin. l. 1. Dass unter diesem Hinkenden 
niemand anders als Philoktet zu verstehen sei, hat zuerst Lessing (Laokoon, 
Kap. 2) bemerkt. Auf dieselbe Figur bezieht sich Wahrscheinlich auch ein Epi- 
gramm der Anthologie (Anall. III, p. 213, n. 294i), in welchem dem Philoktet 
die Klage in den Mund gelegt wird, dass der Künstler seinen Jammer im Erze 
ewig gemacht habe. 
12) Europa auf dem Stiere sitzend, Gruppe aus Erz zu Tarent: Tatian 
135 c. Graec. 53, p. 116 tVorth; Varro de l. l. V, ä 31. YVahrscheinlich von der- 
selben Gruppe sagt Cicero (in Verr. IV, 60), dass sie von den Tarentinern in 
hohen Ehren gehalten werde.  
Von Götterbildern werden nur angeführt: 
13) Apollo, der eine Schlange 0der_einen Drachen mit seinen Pfeilen 
erlegt: Plin. l. l. 
14) Apollo Githaroedus, unter dem Beinamen Dicaeus bekannt, weil 
er bei der Einnahme Thebens durch Alexander das von einem Fliehenden in 
seinem Busen verborgene Gold treu bewahrt hatte: Plin. l. l. 
15) Eine Statue des Dionysos legt Sillig dem Pythagoras wegen eines 
Epigrammes des Proklos bei (Anall. II, p. 4,46, n. 5), welches beginnt: 
Tqyiviw yslotäpoiot nlv sücäorqv Atövvoov 
öägxso x. r. 7.. 
Doch bleibt diese Annahme so gewagt, dass wir mindestens unterlassen müssen, 
weitere Folgerungen darauf zu bauen. 
Pausanias, wie er sich fast nie mit eigentlichen Kunsturtheilen befasst, 
begnügt sich, auch den Pythagoras nur allgemein als einen besonders tüchtigen 
Mann in der Plastik zu bezeichnen 1), an einer andern Stelle die Statue des 
Euthymos als besonders sehenswerth zu empfehlen. Plinius fügt hinzu: Pytha- 
goras habe zuerst Nerven und Adern ausgedrückt und das Haupthaar sorgfältiger 
behandelt. Diogenes Laertius 9) endlich ertheilt ihm das Lob, dass er zuerst 
auf Rhythmus und Symmetrie bedacht gewesen sei: ngoärov 6020171110: (ivägcoü 
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