Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben des Michelangelo Buonarroti
Person:
Condivi, Ascanio Eitelberger von Edelberg, Rudolf Valdek, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1411426
BEN DES MICHEL ANGELO 
BUONARROTI. 
er später gemacht, und den Michel Angelo durch den. Herrn 
Alessandro Vitelli bescheiden liess, er solle mit. ihm hinrciten, 
um zu sehen, wo es am besten zu machen wäre, er nun nicht 
gehen wollte, sondern antwortete, er hütte dazu keinen Auftrag 
vom Papst Clemens. Worüber der Herzog sich erboste, so dass, 
sowohl dieses neuen Vorfalles wegen als auch wegen des alten 
Uebelwollens, er wohl Ursache hatte, Furcht zu haben. Und gewiss 
stand ihnrGott der Herr darin bei, dass er bei dem Tode des 
Clemensl sich nicht in Florenz befand, weil er von diesem 
Papste, bevor er noch die Grabmale ganz beendigt hatte, nach 
Rom berufen und von ihm freundlich empfangen wurde. Es 
achtete Clemens diesen Mann einem Heiligthume gleich und 
sprach mit ihm sowohl über wichtige als über geringe Dinge 
mit derselben Vertraulichkeit, wie er es mit seines Gleichen 
gethan haben würde. -Er suchte ihn von dem Grabmale des 
Julius frei zu machen, auf dass er ständig in Florenz bleibe, 
und nicht nur die aingefangenen Sachen vollende, sondern auch 
noch andere nicht weniger würdige ausführe. 
XLVII. Bevor ich aber davon weiter rede, muss ich noch 
über eine andere Angelegenheit dieses Mannes schreiben, die ich 
schier aus Unachtsamkeit übergangen habe. Das ist, dass nach 
dem gewaltsamen Abgang des Hauses der Medici aus Florenz 
die Signorie, die, wie oben gesagt, den künftigen Krieg fürchtete 
und die Stadt zu befestigen beabsichtigte, obgleich sie den 
Michel Angelo kannte als einen Mann von den höchsten Fähig- 
keiten und zu dieser Unternehmung am allertauglichsten, doch 
auf Anrathen einiger Bürger, die die Sache der Medici be- 
günstigten und listigerweise die Befestigung der Stadt verhindern 
oder hinausziehen wollten, gedachte, ihn nach Ferrara zu schicken 
unter dem Vorwande, er solle sich die Weise ansehen, die 
der Herzog Alfons eingehalten bei der Ausrüstung und Be-_ 
festigung seiner Stadt, wissend, dass Seine Excellenz darin sehr 
lclßlllüllS VII. starb am 25. September 1534..  In die Zeit des 
rönmischen Aufenthaltes Michel Angelds vor dem Tode Clemens VII. fallen 
die Verhandlungen wegen Fortführung der Arbeiten für das Grabmal Julius ll. 
In dieser Zeit (April 1532) wurde die Kirche S. Pietro'in Vincula als der 
geeignetste Ort zur Aufstellung des Grabmonumentes vorgeschlagen, nach- 
dem die Kirche S. Maria al Popolo als ungenügend beleuchtet befunden wurde.
        

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