Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben des Michelangelo Buonarroti
Person:
Condivi, Ascanio Eitelberger von Edelberg, Rudolf Valdek, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410907
LEBEN DES MICHEI 
{XNGELO 
BUONARROT 
zum Sechstel- Meister machte; denn in so viele Theile war da- 
mals die Stadt getheilt, die heute aus Vierteln besteht. Und da in 
Florenz die Partei der Guelfen herrschte, wurde er, wegen der 
vielen Wohlthaten, die er von derselben empfangen, aus einem 
Ghibellinen, der er war, ein Guelfe, und änderte zugleich die 
Farben seines Wappens, das, während es früher ein weisser 
Hund im rothen Felde gewesen, steigend und einen Knochen 
im Maule, jetzt ein goldener Hund im" himmelblauen Felde 
wurde, und von der Signorie wurden ihm später fünf rothe 
Lilien auf einem Rost gegeben, sowie eine Helmzier mit zwei 
Stierhörnern, eines golden und das andere himmelblau, wie man 
es bis heute auf ihren alten Wappenschildtern gemalt sehen 
kann. Das alte Wappen des Herrn Simon sieht man im Palaste 
des Podesta, wo er es in Marmor herstellen liess, wie es der 
grösste Theil derjenigen zu thun pflegte, die ein solches Amt 
inne gehabt. 
III. Die Ursache, wesshalb die Familie in Florenz ihren 
Namen änderte und statt die von Canossa später die von Buo- 
narroti genannt wurde, war diese: da dieser Name Buonairroti 
in ihrem Hause "von Geschlecht zu Geschlecht fort immer ge- 
bräuchlich gewesen war bis zur Zeit des Michel Angelo, dessen 
eine Bruder ebenfalls Buonarroti genannt wurde, und da viele 
von diesen Buonarrotfs Signoren gewesen waren, d. h. von der 
höchsten Obrigkeit jenefRepublik, und insbesondere jener sein 
obgenannter Bruder, der zu ihrer Zahl gehörte, zur Zeit, als 
Papst Leo in Florenz war, wie man es in den Jahrbüchern 
dieser Stadt sehen kann; so wurde dieser Name, den so viele 
von ihneif trugen, zum Beinamen der ganzen Familie, u. zw. 
um so leichter, da es in Florenz der Brauch ist, bei den Wah- 
len und den anderen Ernennungen dem eigenen Namen der 
Bürger den des Vaters beizufügen, des Grossvaters, des Urgross- 
Vaters und manchmal den der noch früheren, so dass sie nach 
den vielen aufeinander folgenden Buonarroti und nach jenem 
Simon, der der erste aus dieser Familie in jener Stadt war, 
statt der Canossa, die sie waren, sich die Buonarroti Simoni 
nannten, wie sie sich heute nennen. Endlich als Papst Leo X. 
nach Florenz ging, fügte er ausser vielen Vorrechten, die 
er diesem Hause verlieh, auch ihrem Wappen die blaue
        

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